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Märkte | 24.03.2020

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

F+B hält Neubewertung an Wohnungsmärkten für möglich

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit könnte bei rund 2 Mio. Mieterhaushalten in Deutschland das Einkommen schmälern und damit zu Ausfällen bei Mietzahlungen führen. Zu dieser Einschätzung kommt die Beratungsgesellschaft F+B Forschung und Beratung. Sollte die Corona-Krise die Wirtschaft "dauerhaft" schwächen, könnte laut F+B auch eine Neubewertung von Wohnimmobilien vonnöten sein.

Ausgehend von insgesamt etwa 20 Mio. Mieterhaushalten hält F+B es für möglich, dass davon etwa 2 Mio. Haushalte infolge der Corona-Krise Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Nicht in jedem Haushalt steht es finanziell damit Spitz auf Knopf. Dennoch könne es für einige Arbeitnehmer knapp werden, wenn ihr Einkommen durch Kurzarbeitergeld um etwa 40% verringert werde - "zumal nach Daten des Mikrozensus bereits 2018 rund 35% der Mieter knapp ein Drittel ihres Einkommens für Miete ausgeben", schreibt F+B.

Vermieter sollten nicht nur mit Mietausfällen rechnen. Die Beratungsgesellschaft erwartet überdies, dass vorerst weniger Mieter umziehen und vor allem der Umzug in Neubauwohnungen "kurzfristig rückläufig" sein wird. F+B stuft das angesichts der hohen Nachfrage nach Wohnungen in den meisten großen Städten als "eher vorübergehende Auswirkung" ein, prognostiziert aber auch: "Die Vermietungszeiten werden sich verlängern, die Zahlungsbereitschaft wird tendenziell verringert, sodass insbesondere hochpreisige Angebote unter Druck geraten werden."

Verringerte Zinsen könnten Nachfrage nach kostengünstigen Eigentumsprojekten steigern

Für Eigentumswohnungen im Bestand sieht F+B "allenfalls kurzfristig eine gewisse Marktlähmung", Vermarktungszeiten könnten sich vor allem bei Teurem verlängern. Bei Neubau-Eigentumswohnungen könne eine Neubewertung von Kostenrisiken und Wirtschaftlichkeit der Projekte notwendig sein. Bauträgerobjekte im Eigenheimsektor sieht F+B von den weiter verringerten Zinsen womöglich profitieren, weil "Nachfrage umgelenkt wird". Das gelte vor allem für verdichtete Bauformen im niedrigen und mittleren Preissegment.

Lanfristig rechnet F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner aufgrund des knappen Wohnungsangebots in den Ballungszentren damit, dass sich die Märkte nach der Corona-Krise "wahrscheinlich" normalisieren. Eine Neubewertung mag er aber nicht ausschließen - die dann erforderlich werde, wenn es "dauerhafte Veränderungen der Wirtschaftsstruktur" geben sollte, etwa massive Stellenstreichungen in der Autoindustrie oder bei Flugzeugbauern.

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