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Unternehmen | 18.03.2020

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Strabag
  • Personen:
    Thomas Birtel

Strabag macht Baustellen in Österreich dicht

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Bitte nicht so eng beieinander: Weil Bauarbeiter auf der Baustelle den Corona-Sicherheitsabstand von einem Meter nicht einhalten können, verhängt Strabag in Österreich einen Baustopp.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Mit der österreichischen Strabag hat Corona die erste große Baufirma lahmgelegt. Der Konzern stellt ab sofort das Bauen auf dem Heimatmarkt ein. Außerdem werden vorsorglich Kündigungen angemeldet.

Der Baubetrieb in Österreich werde mit dem heutigen Tag eingestellt, kündigte Strabag am Mittwoch an. Dies gelte mindestens bis einschließlich 22. März. Betroffen sind rund 1.000 Baustellen und rund 11.000 Mitarbeiter. "Nach Abwägung aller Interessen und vor allem auch der gesellschaftlichen Verantwortung wegen sehen wir uns gezwungen, diesen drastischen Schritt zu setzen", begründete der Vorstandsvorsitzende der Strabag SE, Thomas Birtel das Vorgehen. Auf vielen Baustellen sei der gesetzlich geforderte Schutz-Abstand von einem Meter zwischen Mitarbeitern nicht gewährleistet. Außerdem könne die Lieferkette von Materialien und Nachunternehmen nicht mehr sichergestellt werden.

Längerer Baustopp wahrscheinlich

Das Unternehmen rechnet mit einem deutlich längeren Baustopp als angekündigt. Die Baustellen würden für einen mehrwöchigen Stillstand vorbereitet, heißt es in einer Mitteilung. Darüber hinaus will Strabag beim Arbeitsmarktservice, vergleichbar der deutschen Agentur für Arbeit, vorsorglich Kündigungen im großen Stil anmelden. Das muss vier Wochen im Voraus passieren. Mit der Nutzung dieses Frühwarnsystems wolle das Unternehmen sich Flexibilität sichern. Falls es Kündigungen gebe, sollen diese mit Wiedereinstellungsangebote gekoppelt werden, um nach der Corona-Krise schnell handlungsfähig zu sein, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Immobilien Zeitung.

Der Geschäftsbetrieb in Österreich bleibt aufrechterhalten, "um nach dem Stillstand den Baustellenbetrieb geordnet wieder aufnehmen zu können." Ob es auch in anderen Konzernländern zu temporären Baueinstellungen kommt, lasse sich derzeit nicht abschätzen.

Deutschland ist der größte Markt für Strabag. Hier komme es weder in der Bauausführung noch in der Lieferkette zu gravierenden Auswirkungen, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen, teilte Strabag Deutschland mit.

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