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Finanzen | 12.03.2020

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

"Hotelfinanzierung kann man jetzt nicht freigeben"

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Wilfried Jastrembski erwartet Einschränkungen bei der Kreditvergabe - vor allem für Hotels.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Verzögerungen bei der Kreditvergabe sowie grundsätzliche Einschränkungen bei Krediten für Hotels erwartet Wilfried Jastrembski, Hamburger Sparkasse, in Folge der Corona-Krise.

Die bei der Mipim verpassten Termine holt Wilfried Jastrembski, zuständig für die Gewerbeimmobilienfinanzierung bei der Hamburger Sparkasse (Haspa), auch mal in kleinem Kreise in einem Restaurant mit Elbblick in der Hamburger Hafencity nach. "Wir spielen jetzt mal Mipim und trinken einen französischen Rosé dazu", erläutert der Gewerbeimmobilienspezialist der Haspa augenzwinkernd, wie das Networking fernab von Cannes doch ein wenig Mipim-Flair haben soll. "Das kann man natürlich nicht jeden Tag machen." Die meisten verpassten Mipim-Termine - etwa mit Partner von Konsortialbanken - würden in Telefonkonferenzen nachgeholt.

Einschränkungen auch beim Verkauf von Wohneigentum

Thematisiert dabei wird die durch die Corona-Krise verschärfte Bewertung von Hotelinvestments. "Wer jetzt eine Hotelfinanzierung vor sich hat, kann die kaum freigeben." Jastrembski verweist auf Berlin, wo kleinere Hotelketten schon einzelne Häuser schließen würden, um die Gäste auf die übrigen Häuser zu verteilen.

Gerade seitens US-amerikanischer Banken erwartet er eine grundsätzliche Einschränkung bei der Kreditvergabe. "Die sehen die Welt eher schwarz oder weiß." Und auch auf die private Immobilienfinanzierung werde die aktuelle Situation Einfluss haben. "Wollen sich die Menschen unter dem Eindruck dieser Situation noch langfristig verschulden - zudem mit Blick auf die leicht überhöhten Wohnungspreise?"

Haspa schickt Mitarbeiter ins Homeoffice

Und das Tempo der Kreditvergabe wird leiden. In der nächsten Woche werde die Haspa versuchen, ein Drittel ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, um sicherzustellen, dass bei einer Ausbreitung der Infektion ganze Abteilungen nicht mehr arbeitsfähig seien. "Da läuft das Alltagsgeschäft natürlich nicht so rund, wie bisher. Wir haben ja diese Notfallpläne noch nie konsequent anwenden müssen."

Eine Mipim im Juni erwartet Jastrembski nicht.

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