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Unternehmen | 19.02.2020

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Stadt Trier und gbt gründen Gesellschaft mit 826 Wohnungen

Die Stadt Trier gründet gemeinsam mit gbt Wohnungsbau und Treuhand eine Wohnungsbaugesellschaft. Damit ist ein rund dreijähriger politischer Prozess zu Ende gegangen, in dem die Stadt eine neue Organisationsform für ihre 826 städtischen Wohnungen gesucht hat. Unter anderem wurde mit einer europaweiten Ausschreibung nach einem Partner gefahndet.

Mit gbt setzte sich ein Unternehmen durch, das bereits mit der Stadt verbunden ist. Es wurde 1899 als katholische Genossenschaft gegründet, ist aber inzwischen als Aktiengesellschaft zu knapp zwei Dritteln im Besitz der Provinzial Rheinland Versicherung und mit nahezu allen restlichen Anteilen im Eigentum der Stadt Trier. gbt verfügt vor allem in Trier und dem Umland über 3.200 eigene Wohnungen und verwaltet 3.000 weitere sowie Gewerbeflächen für andere Eigentümer.

Gemeinsam wollen die Partner die Gesellschaft Wohnen in Trier (WIT) gründen, an der gbt 51% und die Stadt 49% halten wird. Per Nießbrauchsrecht wird die Stadt ihre Wohnungen für zunächst 24 Jahre an die neue Gesellschaft übertragen und dafür ein jährliches Entgelt von rund 1,1 Mio. Euro erhalten. Danach ist für die kommenden 20 Jahre die Sanierung von rund 700 dieser Wohnungen geplant, die derzeit in einem teils sehr maroden Zustand sind. Dafür sind Kosten von rund 70 Mio. Euro veranschlagt. Die Finanzierung sollen Darlehen der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz und der Stadt Trier sichern.