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Unternehmen | 14.02.2020

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburg kauft Baugemeinschaftsareal im Paloma-Viertel

Quelle: Bayrische Hausbau
Hochverdichtete 28.000 qm BGF könnten im Paloma-Viertel entstehen.

Quelle: Bayrische Hausbau

Im Auftrag der Stadt Hamburg hat der Landesbetrieb Liegenschaftsmanagement und Grundvermögen das Baufeld 5 des geplanten Paloma-Viertels in St. Pauli erworben. Die Bayerische Hausbau, die das Quartier mit Wohnungen, Hotel, Einzelhandel und Kulturflächen entwickelt, hatte für das Baufeld auch nach mehreren Ausschreibungen keine Baugemeinschaft finden können.

"Die Planung für das Baufeld 5 ist gerettet", verkündete gestern der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Der Landesbetrieb Liegenschaftsmanagement und Grundvermögen (LIG) erwirbt das Areal im Auftrag der Stadt. Eigentlich war das Baufeld 5 im Konzept des Paloma-Viertels für eine gemeinsame Entwicklung mit Baugemeinschaften reserviert. Doch auch nach der achten Ausschreibung hatte sich keine Genossenschaft und kein Wohnungsunternehmen gefunden, die sich das Projekt wirtschaftlich zugetraut hätte. "Die Rahmenbedingungen waren schwierig", erklärte ein Interessent. "Der Kaufpreis für die Immobilie stand fest, ebenso wie die Anfangsmiete von 6,60 Euro/qm für die Wohnungen - und auch die Gewerbemiete. Das konnten wir nicht darstellen."

Baubeginn Anfang 2021

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) setzt nun darauf, dass das Paloma-Viertel mit "seinen Bewohnerinnen und Bewohnern und den sozialen und kulturellen Angeboten zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in diesem quirligen Quartier" wird. Nachdem das Baugenehmigungsverfahren abgeschlossen ist, wird ein Baubeginn für Anfang 2021 erwartet.

Die Bayerische Hausbau hatte das Areal der früheren Esso-Häuser 2009 erworben. 2013 wurden die Häuser wegen akuter Einsturzgefahr geräumt und die Gebäude 2014 abgerissen. Aufgrund der Bedeutung der Esso-Häuser im Rahmen der Gentrifizierungsdebatte in St. Pauli gab es einen umfangreichen Beteiligungsprozess, der von der Planungsinitiative Planbude gesteuert wurde. Die Anregungen gingen in den städtebaulichen Wettbewerb ein, den die niederländischen NL Architects und BeL-Architektur aus Köln gewannen.

Kauf ist keine Blaupause für andere Projekte

Entstehen sollen auf etwa 28.000 qm BGF knapp 200 Mietwohnungen, davon 60% öffentlich gefördert, ein Hotel mit 150 Zimmern, Supermarkt- und Ladenflächen sowie Räume für kulturelle und soziale Aktivitäten im Stadtteil. Zudem sollen der Musikclub Molotow und die Kneipe Kogge wieder einziehen.

Die nicht erfolgreiche Vergabe des Areals für Baugemeinschaften hatte die weitere Entwicklung des Quartiers blockiert. Dressel und Stapelfeldt betonten, ein solcher Ankauf durch die Stadt werde die absolute Ausnahme bleiben.

Transaktion: Hamburg, Spielbudenplatz 5-13

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