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Unternehmen | 14.02.2020

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Französische Covivio übernimmt Godewind

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Das Frankfurt Airport Center nahe dem Großflughafen zählt zum Godewind-Portfolio.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Die europäisch diversifizierte Immobilien-AG Covivio mit Zentrale in Paris bereitet die Übernahme der deutschen Büroholding Godewind Immobilien vor. Mit einigen Anteilseignern ist sich Covivio schon einig. Hauptaktionäre sind CEO Stavros Efremidis und Karl Ehlerding.

Ehlerding gehören 13,5%, Efremidis 12% der vor zwei Jahren mit der Familie Ehlerding als Ankeraktionär an die Börse gebrachten AG. Es gebe "verbindliche Vereinbarungen mit verschiedenen Aktionären von Godewind", mit denen man sich bereits 35% des Grundkapitals gesichert habe, teilt Covivio mit. 6,40 Euro/Aktie sollen sie bekommen.

Aktionäre machen Kasse

Der Aufschlag auf den für 2019 erwarteten inneren Wert je Aktie (Epra NAV), den Covivio damit zahlt, liegt zwischen 4,1% und 5,8%. Die verkaufenden Aktionäre machen damit einen satten Schnitt, denn der Kurs von Godewind dümpelte im vergangenen Jahr zwischen 3,50 und 5 Euro/Aktie vor sich hin. Covivio zahlt 33% mehr als den gewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor der Ankündigung.

Godewind startete im März 2018 als Blind-Pool und brachte es seitdem auf einen Bestand von zehn Bürogebäuden mit einem per Ende 2019 geschätzten Wert von knapp 1,1 Mrd. Euro. Die Objekte liegen in bzw. im Großraum Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und München. Covivio nennt in seiner eigenen Mitteilung als Wert der Godewind-Immobilien sogar 1,2 Mrd. Euro. Auch in der Risikoklassifizierung des Bestands scheinen Käufer und Verkäufer unterschiedliche Meinungen zu vertreten: Während Covivio von einem "Core-Portfolio" spricht, teilt Godewind den Bestand in Core-plus und Value-add auf. Als Value-add werden z.B. das Sunsquare in Kirchheim bei München (50% Leerstandsquote) und das Eight Dornach (25%) bezeichnet.

Das Börsendasein von Godewind soll nun schnell enden: Bis Ende Mai 2020 will Covivio den Prozess des freiwilligen Übernahmeangebots vollzogen haben und das Delisting der Aktie vollzogen haben.

Covivio will mehr

Schon vor dem Godewind-Deal waren die Franzosen in Deutschland recht aktiv. Unter anderem entwickelt der Konzern zwei Hochhäuser am Berliner Alexanderplatz, das daneben stehende Park-Inn-Hotel gehört ihnen ebenfalls. 2006 machte Covivio (damals noch unter dem Namen FDR) mit der Übernahme des Wohnungsunternehmens Immeo von sich reden. Nun sei geplant, die Investitionsaktivitäten auf dem deutschen Büromarkt weiter voranzutreiben, heißt es in der Mitteilung von heute.

Das gesamte in Frankreich, Deutschland und Italien belegene Immobilienvermögen von Covivo hat einen Wert von 24 Mrd. Euro, weitere 8 Mrd. Euro an Projektentwicklungen kommen hinzu. Der Konzerngewinn 2019 lag bei 452 Mio. Euro.

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