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Märkte | 13.02.2020

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Wohninvestments in Frankfurt nahezu verdoppelt

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Die ehemalige Avaya-Zentrale war in ihrer Funktion als Entwicklungsfläche der größte Wohnungsdeal des Jahres 2019 in Frankfurt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Während der Büroinvestmentmarkt in Frankfurt 2019 gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, haben die Wohninvestments in der Stadt und dem näheren Umland einen Rekordstand erreicht. Das Maklerhaus JLL hat für sie ein Transaktionsvolumen von 2,38 Mrd. Euro errechnet.

Diese Werte bedeuten einen Zuwachs von 87% gegenüber dem Vorjahr und das höchste jemals registrierte Transaktionsvolumen. Bundesweit wuchs der Wert der gehandelten Wohnungen um 7%. Zugrunde liegen den Zahlen Verkäufe von Wohnungspaketen und Studentenwohnheimen mit mindestens zehn Wohneinheiten und 75% Wohnnutzung sowie der Verkauf von Unternehmensanteilen mit Übernahme einer Kontrollmehrheit, allerdings ohne Börsengänge.

In Deutschland wies JLL zufolge lediglich Berlin mit 3,7 Mrd. Euro ein größeres Transaktionsvolumen auf. "Dabei darf nicht übersehen werden, dass der Frankfurter Wohnungsbestand kleiner ist als der der Hauptstadt. Setzt man Transaktionsvolumen und Bestand in Relation, hatte Frankfurt 2019 die Nase vorn", sagt Michael Bender, Senior Team Leader Residential Investment bei JLL Frankfurt.

Insgesamt wechselten 2019 rund 8.300 Wohnungen den Eigentümer, 60% mehr als 2018. Der durchschnittliche Preis lag bei 4.040 Euro/qm (plus 8% gegenüber dem Vorjahr). Zu den bedeutendsten Verkäufen zählten die Projektentwicklung von Instone auf dem Avaya-Gelände im Gallusviertel und der Frankfurter Anteil am Wohnportfolio von Akelius mit jeweils mehr als 1.000 Einheiten, das Wohnturmprojekt Eden im Europaviertel sowie eine von PGIM erworbene Wohnanlage in Sachsenhausen.

Preise für projektierte Wohnungen steigen besonders stark

Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Wohnungen in Projektentwicklungen, nämlich um 13% binnen Jahresfrist auf 5.430 Euro/qm. In Frankfurt machten diese Forward-Deals 2019 mit 58% einen doppelt so hohen Anteil aus wie bundesweit. Insgesamt waren Entwickler mit rund 1,28 Mrd. Euro die wichtigsten Verkäufer. Mit deutlichem Abstand folgen Immobilienunternehmen und Asset- bzw. Fondsmanager mit 303 Mio. bzw. 257 Mio. Euro.

Für 2020 erwartet JLL ein in etwa konstantes Wohntransaktionsvolumen von gut 2 Mrd. Euro. "Der Anteil von Forward-Deals in Frankfurt bleibt signifikant hoch, Bestandswohnungen werden aber wieder vermehrt in den Fokus der Investoren rücken. Mittel- bis langfristig dürfte der im Dezember 2019 erfolgte Baulandbeschluss des Magistrats weitreichende Auswirkungen bzw. Einschränkungen auf die Wohnprojektentwicklerszene und die weitere Entwicklung von Bauland in Frankfurt haben", erwartet Bender.

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