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Märkte | 06.02.2020

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Nürnberger Immobilienmarkt verdoppelt das Vorjahresergebnis

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Noch lange nicht fertig, aber schon verkauft: Das Tafelhofpalais am Nürnberger Hauptbahnhof.

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Mit einem Rekordumsatz von mehr als 2 Mrd. Euro katapultiert sich Nürnberg an die Spitze der B-Städte in Deutschland. Das Transaktionsvolumen übertrifft das Volumen des Vorjahres um das doppelte. Neben Büros stechen vor allem viele Hotel-Verkäufe heraus.

Mit einem nie dagewesenen Rekordvolumen von 2,1 Mrd. Euro hat sich Nürnberg an die Spitze der B-Städte in Deutschland katapultiert. Zum Vergleich: Der gesamte gewerbliche Investmentmarkt des Ruhrgebiets kam im vergangenen Jahr auf rund 2,6 Mrd. Euro. Nürnberg folgt damit knapp auf die A-Stadt Stuttgart, wo 2019 rund 2,48 Mrd. Euro umgesetzt wurden.

Allein das Bürosegment konnte laut dem aktuellen Marktbericht des Maklerbüros Küspert & Küspert und der Sparkasse Nürnberg mit rund 1,12 Mrd. Euro das Vorjahresergebnis mehr als verdoppeln. Allerdings sind darunter einige Großtransaktionen, die auf dem Nürnberger Markt nicht alltäglich sind. So kaufte die HanseMerkur Versicherung den Orange Campus, die Zentrale der GfK am Kohlenhof, für 160 Mio. Euro und NAS Invest übernahm für gut 100 Mio. Euro den Air-Campus im Nordostpark. Hinzu kam der Anteil an dem europaweiten Verkauf der Dream Global-Immobilien an Blackstone für 4,2 Mrd. Euro. In dem Portfolio waren vier Nürnberger Immobilien mit einem Wert von rund 280 Mio. Euro.

Rendite fällt deutlich auf 4,1%

Die größte Einzeltransaktion stellte das Tafelhof-Palais, eine gemischte Immobilie mit Büros, Einzelhandel und Hotels am Nürnberger Hauptbahnhof dar. Der 47.000 qm große Komplex ging für 240 Mio. Euro an BMO Real Estate Partners.

Insgesamt machen die Bürotransaktionen mehr als die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens aus. Infolge der gestiegenen Preise sank bei den Büroimmobilien die Bruttospitzenrendite um 40 Basispunkte auf 4,1%.

Starkes Hotelergebnis

Durch den Hotelanteil im Tafelhof und den Verkauf des Maritim-Hotels mit 316 Zimmern am Frauentorgraben für knapp 60 Mio. Euro an den schwedischen Hotelinvestor Pandox, erzielte das Hotel-Segment mit einem Volumen von 333 Mio. Euro ebenfalls ein Ausnahmejahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr sieben größere Hotels in Nürnberg verkauft.

Mit 284 Mio. Euro war auch der Wohnungsmarkt stark. Fast jeder achte Euro floss in gewerbliche Wohnungsportfolios und größere Mehrfamilienhäuser.

Immer mehr Forward-Deals

Wolfgang Küspert, Geschäftsführer von Küspert & Küspert, rechnet für das laufende Jahr nicht mit einem ähnlich hohen Transaktionsniveau. Dennoch stünden noch einige Verkäufe an. Vor allem die Bereitschaft der Investoren, sich die Immobilien immer früher zu sichern, könnte für Überraschungen sorgen. Die Bereitschaft, Forward-Deals abzuschließen, spreche für das Vertrauen der Investoren in den Markt und in die Mieter, so Küspert.

Für solche Forward Deals kämen einzelne Abschnitte des Seetors, die Gebäude des früheren Quelle-Versandzentrums The Q, aber auch anstehende Entwicklungen auf dem Gelände des Kohlenhofs oder im Nordostpark infrage. "Es ist Potenzial vorhanden für die nächsten Jahre" resümierte Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas bei der Vorstellung der Zahlen.

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