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Steuern | 03.02.2020

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Bundesministerium der Finanzen
  • Personen:
    Andreas Ibel
  • Immobilienart:
    Wohnen

Einnahmen aus Grunderwerbsteuer auf Rekordhoch

Im Jahr 2019 ist durch die Grunderwerbsteuer so viel Geld wie noch nie in die Länderhaushalte geflossen: 15,8 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 12,1%.

Besonders stark fiel der Anstieg mit knapp 1,5 Mrd. Euro (+28,4%) im Dezember aus. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesfinanzministerium veröffentlicht hat. Die realen Steuereinnahmen übertrafen noch leicht die Erwartungen – die Prognosen sahen Grundsteuereinnahmen in Höhe von 15,5 Mrd. Euro voraus.

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) kritisiert, dass der Staat einerseits wie in Berlin mit dem Mietendeckel Investoren und Vermieter einseitig belaste, andererseits aber selbst von den seit Jahren steigenden Grundsteuereinnahmen profitiere. "Während der Mangel an bezahlbarem Wohnraum immer größer wird, treiben die Länder die Wohnkosten weiter in die Höhe", kritisierte BFW-Präsident Andreas Ibel. "Es ist ein Skandal, dass sich die Länder im Wettlauf um die höchste Grunderwerbssteuer überbieten." Seit einer Reform im Jahr 2006 können die Länder in Eigenregie über ihren Grunderwerbsteuersatz entscheiden. Die meisten Länder haben den Steuersatz seitdem mehrmals erhöht.

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