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Märkte | 27.01.2020

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlins Logistiker legen Rekordjahr hin

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Hallen und Lager gibt es in und um Berlin nicht genug.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Während bundesweit der Umsatz mit Lager und Hallen leicht nachgab, legte der Berliner Logistikmarkt mit mehr als einer halben Million Quadratmeter Fläche einen neuen Rekord hin.

Ein Umsatzplus von 14% auf dem Berliner Logistikmarkt bejubelt der Makler Realogis, einen Zuwachs von 16,5% errechnete BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) und gar 20% mehr als im Jahr zuvor ermittelten CBRE und Engel & Völkers. Damit setzte sich Berlin im abgelaufenen Jahr an die Spitze aller großen deutschen Standorte, heißt es aus dem Hause BNPPRE.

Der Umsatz 2019 teilt sich pari pari zwischen Stadt und Umland auf. "Das gab es noch nie", kommentiert Ben Dörks von der Realogis-Niederlassung in Berlin das Geschehen. 2018 wurden erst 35% der Fläche innerhalb Berlins vermietet. Zu verdanken ist das der starken Nachfrage nach kleinen Lagern und Hallen bis zu 3.000 qm. Die Zahl dieser Transaktionen stieg binnen Jahresfrist um 50%. Liegenschaften mit Flächen über 10.000 qm konnten die Makler dagegen weniger vermieten, auch wenn der Versandhändler Amazon 31.000 qm vom Markt nahm, das US-amerikanische Unternehmen Microvast 15.600 qm mietete, um im Speckgürtel Berlins Batterien zu fertigen, sich der Logistiker Kühne & Nagel 15.500 qm sicherte und Bosch 13.000 qm. Der Anteil der Dickschiffe sank von 62% im Jahr 2018 auf 28% im vergangenen Jahr. Fleißigster Abnehmer blieb, wie im Vorjahr, der Handel, gefolgt von Logistikern.

Bestandsimmobilien sind die Konjunkturlokomotive

Bestandsimmobilien hätten in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Umsatz von 277.200 qm um 63% zugelegt, erläutert Dörks. 2018 seien lediglich knapp 170.000 qm ältere Gemäuer vermittelt worden. Grund dafür war, dass in und vor der deutschen Hauptstadt nicht genug Neubauten fertig wurden. "2020 rechnen wir allerdings mit einer höheren Fertigstellungsquote."

Mieten steigen

Sowohl die Spitzenmiete als auch die Durchschnittsmiete konnten im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Dörks kam auf 7 Euro/qm oder Plus 3% bei der Spitzenmiete und 5,80 Euro/qm und +5% beim Durchschnitt. Druck auf die Miete übe die starke Nachfrage nach zentralen, teuren, innenstadtnahen Flächen aus, so Christopher Raabe, bei BNPPRE für die Logistikabschlüsse verantwortlich. Die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien sind analog anderer Assetklassen auf dem Sinkflug. 3,75% ermittelt JLL für Ende 2019. Zum Vergleich: 2014 stand noch eine 6 vor dem Komma.

Vorsichtige Prognosen für 2020

Für das laufende Jahr sind die Prognosen der Experten vorsichtig: 400.000 und ein bisschen was, steht in den Glaskugeln. Einem neuen Rekord entgegen stünden der Flächenmangel und die gestiegenen Mieten. Da helfe auch die Vielzahl spekulativer Projektentwicklungen verschiedener Entwickler, die in letzter Zeit Grundstücke gekauft haben, nicht.

Transaktion: Berlin
  • Transaktionsdatum:
    2019
  • Immobilienart:
    Logistik
  • Transaktionsart:
    Miete
  • Volumen:
    31.000,00 qm Nutzfl.
  • Mieter:
    Amazon
Transaktion: Berlin
  • Transaktionsdatum:
    2019
  • Immobilienart:
    Logistik
  • Transaktionsart:
    Miete
  • Volumen:
    15.500,00 qm Nutzfl.
  • Mieter:
    Kühne & Nagel
Transaktion: Berlin
  • Transaktionsdatum:
    2019
  • Immobilienart:
    Logistik
  • Transaktionsart:
    Miete
  • Volumen:
    13.000,00 qm Nutzfl.
  • Mieter:
    Bosch

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