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Unternehmen | 24.01.2020

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Höller: ABG ist keine Fünfjahres-Entscheidung

Quelle: imago images, Urheber: Jürgen Ritter
Die neue Zentrale des Spiegel-Verlagshauses wurde von ABG entwickelt.

Quelle: imago images, Urheber: Jürgen Ritter

Für den auf große Projekte spezialisierten Entwickler ABG ist nun Ulrich Höller als Miteigentümer und CEO für die Entwicklung des Unternehmens verantwortlich. Er sei gekommen, um zu bleiben, sagt er.

"Ich kannte früher die ABG kaum, obwohl sie mit ihren 53 Jahren Unternehmenshistorie und einem sehr guten Track-Record eines der ältesten und größten deutschen Projektentwicklerfirmen ist", räumt Höller in einem Frankfurter Journalistengespräch ein. Die zuvor von ihren Eigentümern Walter Wübben und Rainer Sticken geführte Firma habe kaum eigene Öffentlichkeitsarbeit betrieben, obwohl sie auffällige Großprojekte wie den Skyper in Frankfurt, den Humboldthafen in Berlin oder die Spiegel-Zentrale in Hamburg verantwortete.

Mannschaft schon um zehn Köpfe gewachsen

Dies dürfte sich nun ändern. Die ABG-Mannschaft wurde außerdem bereits von 80 auf 90 Mitarbeiter aufgestockt, der Unternehmensname in ABG Real Estate Group geändert, ein Geschäftsbereich für Beteiligungsmöglichkeiten für Institutionelle angekündigt (ABG Capital) und ein Joint-Venture mit dem Düsseldorfer Projektentwickler Bema vereinbart. Für den Standort Rheinland erhofft sich Höller dadurch die Akquisition zusätzlicher Projekte im Volumen von bis zu 100 Mio. Euro p.a.

Außerdem will der Wahl-Frankfurter Höller die zuletzt eingeschlafenen Aktivitäten von ABG in der Bankenstadt wieder aufleben lassen. "Wir wollen und müssen auch hier aktiv werden", betont Höller, der ABG auch von dort aus führen wird. Aktuell konzentriert sich die Entwicklungspipeline von rund 2,5 Mrd. Euro überwiegend auf Hamburg, Berlin, München und Köln/Düsseldorf. Mit dem 300 Mio. Euro schweren Deutschlandhaus in Hamburg verfolgt das Unternehmen eines der größten Büroprojekte der Stadt. Das Voltair Berlin bringt rund 390 Mio. Euro auf die Waage, zusammen handelt es sich um die aktuell größten Vorhaben der Gruppe.

Geschäft mit Institutionellen kommt dazu

ABG finanziert die Vorhaben aus Eigenmitteln oder mit Partnerschaften mit anderen Developern. Künftig könnten auch Joint-Ventures mit Institutionellen hinzukommen, bei denen externe Projekte oder Bestandsimmobilien dazugekauft werden. "Aktuell ist ABG zu 100% Projektentwickler, das Bestandsgeschäft der ABG Capital könnte in zwei Jahren 15% unserer Aktivitäten ausmachen", so Höller - in späteren Jahren auch über eigene Fonds.

Vor ABG führte Höller die börsennotierte Gesellschaft DIC Asset und den Investmentmanager GEG, beides im Auftrag mehrerer Eigentümer. ABG gehört hingegen ausschließlich dem 74-jährigen Unternehmer Wübben und Höller. Aktuell hällt der Ex-GEG-Chef eine "maßgebliche" Minderheitsbeteiligung mit der Perspektive auf Aufstockung. "Die ABG wird mein Unternehmen werden, das hier ist keine Entscheidung nur für die nächsten fünf Jahre", betont der neue CEO.

Stabilität im Management kann ABG nach Jahren des Wechsels gebrauchen. Seit Sommer 2017 hatten die Projektentwicklungsprofis Thomas Hohwieler (vormals Strabag Real Estate), Gordon Gorski (vormals Hochtief Projektentwicklung) und Marcus Müller (ebenfalls Strabag) bei ABG führende Positionen angetreten, diese aber jeweils nach zwei Jahren wieder verlassen. Mit Höller hat sich Wübben nun keinen angestellten Manager sondern einen Nachfolger ins Haus geholt.

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