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Märkte | 23.01.2020

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Frankfurt bekommt zusätzliche 6.000 Hotelzimmer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Auf dem Frankfurter Hotelmarkt werden viele Nischen bedient. Das Ameron Frankfurt Neckarvillen setzt z.B. auf eine besonders luxuriöse Ausstattung.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Mehr als 6.000 Hotelzimmer sind in Frankfurt in der Planung oder im Bau. Das hat BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) ermittelt. Der bereits seit einiger Zeit andauernde Hotelbauboom in der Stadt wirkt sich bereits negativ auf die Performancekennziffern der bestehenden Hotels aus.

Die Frankfurter Hotels sind bei Gästen wie bei Investoren und Entwicklern sehr gefragt. Die Übernachtungszahl steigt seit 15 Jahren und hat 2019 sehr wahrscheinlich die Grenze von 10 Mio. überschritten. Laut BNPPRE verfügt Frankfurt unter den großen Städten hierzulande mit 13,6 jährlichen Übernachtungen pro Einwohner über die höchste Tourismusintensität.

Im Hotelinvestmentmarkt lief die Stadt am Main 2019 mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt 849 Mio. Euro ebenfalls Berlin (575 Mio. Euro) und München (525 Mio. Euro) deutlich den Rang ab. Allein schon der von Office First an AGC Equity verkaufte Hotelanteil von The Squaire kam auf ein Volumen von 340 Mio. Euro. Weitere große Deals waren der Verkauf des Hotelparts von The Spin von Groß & Partner an fünf Versorgungswerke mit etwa 115 Mio. Euro und die Veräußerung des geplanten Kimpton Hotels im Projekt Four ebenfalls von Groß & Partner an Commerz Real für rund 81 Mio. Euro.

Viele Großprojekte

Laufende Planungen und Bauarbeiten werden in Frankfurt zusätzliche 6.000 Hotelzimmer auf den Markt bringen. Große im Bau befindliche Einzelprojekte sind das Scandic Hotel Frankfurt Hafenpark mit 505 Zimmern, das Meliá Frankfurt mit 431 Zimmern und das NH Collection Frankfurt Messe mit 428 Zimmern.

Schon in den vergangenen Jahren hat Frankfurt viele Hotels hinzugewonnen. Das Plus beträgt seit 2010 etwa 15.000 Betten. "Neue Hotels müssen sich zunächst ihre Marktposition erkaufen und steigen mit niedrigen Zimmerraten ein", erklärt Alexander Trobitz, Head of Hotel Services bei BNPPRE. Gegenüber 2018 seien die durchschnittliche Auslastungsquote und Zimmerrate auf 68,7% bzw. 107,91 Euro gesunken.

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