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Märkte | 23.01.2020

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

München leiht sich Geld für Immobilienkäufe

Quelle: pixabay, Urheber: flyupmike
Erstmals seit 1995 leiht sich München wieder Geld bei Investoren. Mit den Mitteln sollen Immobilien angekauft werden.

Quelle: pixabay, Urheber: flyupmike

Die Stadt München will sich bei Investoren Geld leihen, um weiter Immobilien aufkaufen zu können. Der Stadtrat stimmte einer entsprechenden Anleihe mit einem Volumen von 100 Mio. Euro bis 120 Mio. Euro zu.

Der Stadtrat beschloss mit einer breiten Mehrheit die Ausgabe einer kommunalen Anleihe im Jahr 2021. Ziel ist es, mit dem Geld aus der Emission Immobilien in der Stadt zu kaufen, bei denen Mieter etwa nach Renovierungen mit starken Mietsteigerungen rechnen müssen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte einen solchen Bürgerfonds im Gespräch mit der Immobilien Zeitung bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Nachdem ein Investmentfonds nach dem Kapitalanlagegesetz schwierig umzusetzen und kostenintensiv ist, soll er nun in Form einer kommunalen Anleihe kommen.

Zinsen bis zu 0,6%

Erstmals seit 1995 leiht sich München damit wieder Geld bei Investoren. Zwischen 100 Mio. Euro und 120 Mio. Euro sollen zusammenkommen. Vertrieben werden soll die Anleihe über die Stadtsparkasse. Die Stadt rechnet mit einer Rendite für die Anleger zwischen 0,2% und 0,3% bei einer zehnjährigen Anleihe und bis zu 0,6% bei einer fünfzehnjährigen Laufzeit.

Der Beschluss sieht vor, dass mit den Mitteln Immobilien angekauft werden können. Alternativ bekommen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften eine Einlage für den Kauf und den Bau von Wohnungen. Als sogenannter Social Bond können aber auch andere Maßnahmen wie aus den Bereichen Bildung, Inklusion und der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen finanziert werden. Im Vorfeld versprach Reiter, dass das Geld für den Kauf von Wohnhäusern ausgegeben werde.

Vorkaufsrechte finanzieren

Insbesondere will die Stadt weitere Vorkaufsrechte finanzieren. Vor eineinhalb Jahren hatte die Stadt die Erhaltungssatzung so verschärft, dass immer mehr Käufer von Wohnimmobilien in Erhaltungssatzungsgebieten auf die Abgabe einer Abwendungserklärung verzichten. Die Stadt muss dann ihr Vorkaufsrecht ausüben. Kritiker unkten, dass die Stadt auf diese Weise früher oder später das Geld ausgehen werde. Nun sollen Anleger die Aufkäufe finanzieren.

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen begrüßt die Bürgeranleihe als weiteren wichtigen Baustein der Münchner Wohnungspolitik. Der Verband hofft, dass das Geld auch für die Unterstützung von Genossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen verwendet werde.

Die stadteigenen Genossenschaften GWG und Gewofag werden sicherlich profitieren, da die über das Vorkaufsrecht erworbenen Immobilien in den Bestand der Gesellschaften überführt werden.

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