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Märkte | 21.01.2020

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Münchner Logistikmarkt tritt auf der Stelle - trotz Rekord

Das Maklerunternehmen BNP Paribas Real Estate sieht den Münchner Logistikmarkt in einer Seitwärtsbewegung. Auf dem Papier war 2019 zwar ein Rekordjahr. Doch ein Mega-Deal verzerrt die Zahlen gewaltig. Nicht nur an Flächen mangelt es, auch die Nachfrage ist verhalten.

Die Lage auf dem Münchner Logistik- und Lagerflächenmarkt bleibt schwierig. Zwar wurde mit einem Flächenumsatz von 419.000 qm eine neue Bestmarke aufgestellt. Doch die Hälfte des Umsatzes macht allein die Anmietung von 230.000 qm im VGP-Park Vaterstetten durch das Maschinenbauunternehmen KraussMaffei aus. "Ohne diesen Sondereinfluss läge das Resultat unter der 200.000-qm-Marke und damit spürbar niedriger als in den letzten Jahren", relativiert Christopher Raabe von BNP Paribas Real Estate die Zahlen.

Sinkende Nachfrage

Nach wie vor leidet der Markt unter dem Mangel an Flächen. Gleichzeitig beobachtet BNPPRE eine verhaltene Nachfrage. Vor allen die Automobilindustrie und die Zulieferer hielten sich derzeit zurück.

Aber Handelsunternehmen und Logistikdienstleister hätten weniger Flächen gemietet. E-Commerce-Unternehmen würden zwar nach wie vor Flächen suche, täten sich aber schwer, Immobilien oder Grundstücke in zentralen Lagen für die Last-Mile-Logistik zu finden. Logistikunternehmen würden aus Mangel an Flächen im Stadtgebiet und im Speckgürtel immer häufiger in andere Regionen ausweichen, so Raabe.

Spitzenmieten auch in schlechten Lagen

Die Mieten sieht BNPPRE "insgesamt noch stabil". In der Spitze werden nach wie vor um die 7 Euro/qm verlangt. Die Durchschnittsmiete liegt unverändert bei 6,10 Euro/qm. Grund für die Seitwärtsbewegung ist das kaum vorhandene Angebot an modernen Neubauflächen, die höhere Mieten rechtfertigen würden. Dafür werden Spitzenmieten immer öfter auch in schlechteren Lagen aufgerufen.

Für das laufende Jahr erwartet Raabe kaum Veränderungen. "Leichte Rückgänge, etwa in der Automotivebranche, sollten durch andere Branchen wie den E-Commerce ausgeglichen werden", meint Raabe. Auch beim Angebot werde sich voraussichtlich nichts ändern. Die wenigen Projektentwicklungen sind meistens schon vor der Fertigstellung vermietet.

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