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Märkte | 17.01.2020

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    CBRE Group
  • Personen:
    Rainer Koepke, Armin Herrenschneider, Jan Linsin
  • Immobilienart:
    Logistik

Flächenmangel bremst Logistikmieter aus

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Vermietbare Bestandsimmobilien sind derzeit Mangelware.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Im vergangenen Jahr wurde am deutschen Lager- und Logistikmarkt ein Flächenumsatz von rund 6,95 Mio. qm erzielt. Das entspricht einem Minus von 1%. Hätte es ausreichend Bestandsimmobilien gegeben, hätten aber bis zu 10 Mio. qm vermietet werden können.

Vielerorts habe der starke Mangel an freien Bestandsimmobilien sowie an verfügbaren Grundstücken den Markt ausgebremst, sagt Rainer Koepke, Head of Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland, und fügt an: "Besonders bemerkenswert ist diese große Dynamik, wenn man sie vor dem Hintergrund der leichten Schwäche beobachtet, die wir im vergangenen Jahr in der deutschen Industrie beobachten konnten." Als Ausgleich wirkten Handel und E-Commerce, die von einer starken Binnennachfrage getragen wurden. Deren Anteil am Flächenumsatz sei um fast ein Fünftel auf 2,5 Mio. qm gestiegen. Während Produktion mit 1,66 Mio. qm stabil blieb, ging der Anteil von Logistikern um 23% auf 2,22 Mio. qm zurück.

Mittlerweile habe sich die Stimmung bei den deutschen Unternehmen wieder gebessert. "Entsprechend dürfte auch die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen weiterhin stark bleiben", meint Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. "Da sich einige Entscheidungsprozesse jedoch oft über einen längeren Zeitraum hinziehen, ist es möglich, dass wir die Auswirkungen der schwächeren Konjunktur 2019 auf den Flächenumsatz erst im Laufe dieses Jahres sehen werden", erläutert Armin Herrenschneider, Co-Head of Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland.

Das hohe Niveau von 2018 und 2019 ist in diesem Jahr kaum zu übertreffen

Vor allem rund um die Metropolen werde der Flächenmangel immer deutlicher. Insgesamt ging das Umsatzvolumen an diesen Standorten um fast ein Viertel auf rund 1,5 Mio. qm zurück. Einzige Ausnahme dieser Entwicklung ist das Marktgebiet Berlin, wo ein Anstieg des Flächenumsatzes um 20% zu beobachten war. Auch das Ruhrgebiet verzeichnete ein starkes Wachstum um 58% und war mit knapp 700.000 qm die aktivste Logistikregion Deutschlands.

Die Mieten zeigten insgesamt eine stabile Entwicklung, mit Mietpreissteigerungen rund um die Metropolen, während speziell bei nutzerspezifischen Projektentwicklungen angesichts der niedrigen Renditen auch weiterhin geringe Mieten abgeschlossen werden. "Die Dynamik am Lager- und Logistikmarkt wird sich auch 2020 fortsetzen", sagt Koepke. "Entscheidend wird sein, ob sich die Wirtschaft weiterhin erholt und so das hohe Nachfrageniveau erhalten bleibt." Wegen des Flächenmangels sei aber das hohe Niveau von 2018 und 2019 von jeweils rund 7 Mio. qm kaum zu übertreffen.

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