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Transaktionen | 16.01.2020

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Industria packt Mainzer Hildegardis-Projekt in Investment-KG

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Der historisch wertvolle Altbau des Hildegardis-Krankenhauses sowie einige der Neubauten sollen Teil des zukünftigen Wohnquartiers werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Mit einer Investment-KG will Industria Wohnen ihre neue Projektentwicklungserwerbung strukturieren: Das Unternehmen hat sich das zukünftige, 165 Mio. Euro schwere Wohnquartier gesichert, das J. Molitor in und am ehemaligen Mainzer Hildegardis-Krankenhaus entwickelt.

Industria Wohnen erwirbt die Wohnentwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Hildegardis-Krankenhauses in der Mainzer Oberstadt und geht dafür neue Wege: Das Tochterunternehmen der Degussa Bank legt für dieses Vorhaben erstmals eine Investment-KG zur Entwicklung eines geschlossenen Areals auf. Ende 2019 wurde das Projekt für die KG erworben. Projektentwickler ist J. Molitor Immobilen, ein Unternehmen der Ingelheimer Gemünden-Gruppe. Die ebenfalls zur Gruppe gehörende Bauunternehmung Karl Gemünden übernimmt die Bauarbeiten.

Molitor hatte im November 2017, wenige Wochen nachdem das Krankenhaus seinen Betrieb eingestellt hatte, das Vorhaben erstmals vorgestellt. Das Projekt trägt inzwischen den blumigen Namen "Hildegardis - Die Stadtoase". Die Gesamtinvestition ist mit rund 165 Mio. Euro veranschlagt, als Abnehmer der KG-Anteile sind institutionelle Investoren vorgesehen.

Gemünden-Gruppe bleibt langfristig am Werk

Das rund 2,7 ha große Quartier soll einmal 347 Wohneinheiten mit insgesamt rund 23.000 qm Wohnfläche umfassen. Dazu kommen eine Tiefgarage sowie eine Kindertagesstätte. Die durchschnittliche Wohnungsgröße gibt Industria mit 67 qm an. Rund 25% der Wohnungen sollen im geförderten Wohnungsbau entstehen. Daneben sind frei finanzierte Mietwohnungen und Eigentumswohnungen vorgesehen. Erste Bauarbeiten liefen Ende 2018 an, die Fertigstellung wird für den Sommer 2022 angestrebt. Danach sollen die Vermietung und das technische Management des Quartiers bei der Gemünden-Gruppe verbleiben. Das Schwesterunternehmen Molitor ist für den Verkauf der Eigentumswohnungen zuständig und will diesen im ersten Halbjahr 2020 anlaufen lassen.

Universität und Klinikum sollen Nutzer bringen

Die Ausführung setzt sich aus Neubauten, Kernsanierungen und Fassadenerneuerungen im Bestand und der Restaurierung des historischen Altbaus inklusive einer Kapelle zusammen. Insgesamt soll das Quartier eine aufgelockerte, durchgrünte Struktur erhalten. "Durch die Kombination aus großen und kleinen Wohnungen, frei finanziertem und gefördertem Wohnraum sowie die unmittelbare Nähe zur Universität und zum Uniklinikum soll eine breite Nutzerschicht angesprochen werden", heißt es von Industria.

Verwalter der Investment-KG ist IntReal. Industria wurde bei der Transaktion von Heussen Rechtsanwälte, München, Molitor durch Rechtsanwälte Stritter & Partner, Ingelheim, beraten. Berater für die wirtschaftliche und strukturelle Konzeption der Investment-KG war Pallino, Frankfurt.

Transaktion: Mainz, Hildegardstraße 2

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