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Märkte | 14.01.2020

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Hessische Linksfraktion ruft Mietenkatastrophe aus

Die Angebotsmieten in Hessen sind von 2008 bis 2018 fast um die Hälfte gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei im Landtag hervor. Die Fraktion bezeichnet besonders die Steigerungen in Offenbach (um 55,7% auf 10,9 Euro/qm), Gießen (61,7% auf 9,70 Euro/qm), Kassel (68,8% auf 8,10 Euro/qm) und Fulda (70% auf 8,50 Euro/qm) als katastrophal. Als Spitzenwerte nennt die Landesregierung Angebotsmieten von 14,80 Euro/qm in Frankfurt, 12,50 Euro/qm in Bad Homburg und 11,70 Euro/qm in Darmstadt. Die Bruttokaltmieten im Bestand seien hessenweit in den Jahren 2014 bis 2018 von durchschnittlich 6,99 Euro/qm auf 8,60 Euro/qm gestiegen.

Die Mietbelastungsquote erreiche durchschnittlich 28,2% des Haushaltsnettoeinkommens. Bundesweit belege Hessen damit den zweiten Platz hinter Nordrhein-Westfalen. Die Linkspartei betont, dass die Belastung ungleich verteilt sei. So müssten Haushalte mit weniger als 900 Euro Monatseinkommen fast die Hälfte davon für Miete ausgeben. Ebenfalls überdurchschnittlich belastet seien Haushalte mit Migrationshintergrund (29,2% des Monatseinkommens) sowie Empfänger staatlicher Transferleistungen (38,7%). In Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach am Main habe die Mietbelastungsquote im Schnitt 31,1% und in Frankfurt 29,1% erreicht. Die Linksfraktion fordert dagegen "spürbare Maßnahmen wie einen Mietendeckel, eine Offensive im sozialen Wohnungsbau und ein Verbot von Wohnraumzweckentfremdung".

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