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Märkte | 14.01.2020

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Die Nische Zinshäuser wird immer größer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs
Wohn- und Geschäftshäuser können auch in miitelgroßen Städten eine sichere Bank für Investoren sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs

Wer den Metropolen ausweicht, kann trotz des allgemein hohen Preisniveaus gut verdienen: Keine A-Stadt, sondern Offenbach hat von 2018 auf 2019 mit 105% die höchste Umsatzsteigerung auf dem Gebiet der Zinshäuser geschafft. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark punktet im alljährlichen Ranking von Engel & Völkers für deutsche Wohn- und Geschäftshäuser mit der größten Preisdynamik (plus 133,3%).

Die Investmentsparte Wohn- und Geschäftshäuser hält politischen Regulierungen und der stetigen Renditekompression stand und ist auch 2019 offensichtlich eine attraktive Nischenklasse sowohl für institutionelle Investoren als auch für kleine Privatanleger. Im aktuellen Marktbericht 2020 beziffert Engel & Völkers das Transaktionsvolumen im Jahr 2018 auf von 33,6 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 12,4% im Vergleich zum Vorjahr. Für 2019 - die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen - erwartet das Maklerhaus einen Wert von 35,5 Mrd. Euro.

"Und ein Ende ist trotz allem nicht abzusehen", sagt Dirk Beller, Head of Commercial bei Engel & Völkers, mit Blick auf das angelaufene Jahr 2020. Der Bericht stützt sich im Wesentlichen auf Zahlen der Gutachterausschüsse in den untersuchten 67 Kommunen sowie auf Daten der Institute Gewos und empirica.

Kleinere Städte mit großem Wachstum

Das gewaltige Auseinanderklaffen von Kauf- und Mietpreisen belastet die Erträge insbesondere in den A-Städten. Die durchschnittlichen Renditen sanken dort laut Florian Kraul, Head of Research bei Engel & Völkers, von 3,7% im ersten Halbjahr 2018 auf 3,5% im ersten Halbjahr 2019, "Tendenz weiter sinkend."

Beispiel Berlin: Dort haben sich die Angebotsmieten für Bestandswohnungen von 2014 bis zum 1. Halbjahr 2019 um rund 34,5% erhöht. Im gleichen Zeitraum verzeichnete die Bundeshauptstadt jedoch bei den Angebotskaufpreisen für Anlageimmobilien (ohne Neubau) einen Zuwachs um 85%. Der Mietendeckel werde 2020 eventuell noch weiteren dämpfenden Einfluss nehmen, so Engel & Völkers. Dass Investoren beim Thema Zinshäuser ins Metropolen-Umland oder in B-, C- und D-Städte ausweichen, zeigen die Rankings von Engel & Völkers deutlich.

Wer sich in Teilmärkten gut umschaut, findet immer wieder Interessantes

So verzeichnet etwa Bonn etwa ein Umsatzplus von 76,9%, Mannheim von 51,3%, Hannover kommt auf 47,7%. Unter den C- und D-Städten sind Offenbach (+105%) und Emden (+104,3%) beim Umsatz ganz an der Spitze. Dort steht auch Zwickau wegen eines Großportfolioverkaufs. Bei den Landkreisen verzeichnet Potsdam-Mittelmark die höchste Steigerung bei den Preisen. Diese kletterten im Schnitt um 133,3% auf rund 2.040 Euro/qm. Auch eine Stadt wie Hagen, die eigentlich nicht zu den wirtschaftlich extrem prosperierenden gehört, verzeichnet ein Preisplus von 23,8%. Das zeigt: Wer sich auch bei D-Städten in Teilmärkten gut umschaut, kann immer wieder "Interessantes auf dem Zinshaussektor finden", sagt Kraul. Die Investitionsnische Wohn- und Geschäftshaus wird, so die Prognose von Engel & Völkers, in den Groß- und Mittelstädten 2020 erneut wachsen.

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