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Märkte | 10.01.2020

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Tech-Konzerne prägen den Münchner Vermietungsumsatz

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Der Technologiekonzern Google hat einen Teil des Postpalasts bereits offiziell angemietet.

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Die Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland hat für den Münchner Vermietungsmarkt spürbare Auswirkungen gehabt. Traditionelle Branchen halten sich zurück. Dafür setzen Technologiekonzerne auf den Standort.

Der Vermietungsmarkt in München präsentierte sich 2019 trotz einiger Großabschlüsse verhalten. "Viele Unternehmen warten aktuell ab, bis sich die Aussichten wieder verbessern und stellen ihre Gesuche daher vorerst zurück", fasst Peter Biegelmaier, Vermietungschef bei Colliers in München, die Zahlen für das abgelaufene Jahr zusammen.

Mit einem Flächenumsatz von etwa 760.000 qm blieben die Vermietungen auf die Fläche gesehen gut 20% hinter dem Vorjahr zurück. Vor allem bei den Großabschlüssen mit mehr als 10.000 qm wurden die Firmen vorsichtiger. Nach den Zählungen von JLL gab es 2019 nur acht solcher großen Vermietungen mit insgesamt 155.000 qm. Im Vorjahr waren es noch 15 Abschlüsse mit mehr als 260.000 qm.

Apple, Google und SAP investieren

Zu den größten Mietern gehörte der Computerkonzern Apple, der mit 32.500 qm gleich den gesamten Neubau des Karl in der Karlstraße übernimmt. Mit Google mietete ein zweiter Technologiekonzern als Eigennutzer eine große Fläche. Dabei handelt es sich um 12.000 qm im Postpalast an der Arnulfstraße, für die Google bereits eine Baugenehmigung besitzt. Der US-Konzern erwarb das Gelände im Spätsommer und will dort mehr als 40.000 qm Bürofläche realisieren.

Vor allem Tech-Unternehmen vertrauen derzeit auf den Standort München, stellt Fritz Maier-Hartmann von JLL München fest. München habe sich oft gegen die internationale Konkurrenz aus Amsterdam und Barcelona durchgesetzt. Mietverträge mit Laufzeiten von bis zu 15 Jahren zeigten, dass die Nachfrage nach Büroflächen in München weiter anhalte. Auch Mindestmieten von rund 35 Euro/qm würden die Unternehmen nicht abschrecken.

Dass Technologiekonzerne weiter auf München setzen, wird auch dadurch, dass der deutsche Softwareriese SAP in Garching einen Büro- und Forschungscampus für rund 100 Mio. Euro plant.

Möglichst nah an BMW gilt nicht mehr

Im Gegensatz dazu würden sich Firmen aus dem Bereich Automotive zunehmend mit der Untervermietung ihrer Flächen beschäftigen, berichtet Hubert Keyl, Münchner Niederlassungsleiter von Cushman & Wakefield. "Die Automobilbranche ist bei der Büroflächenanmietung deutlich zurückhaltender, wo es um Verbrennungsmotoren geht", bestätigt Maier-Hartmann. Dagegen würden bei den Themen Digitalisierung und Elektromobilität Flächen in der Innenstadt gesucht, um Fachkräfte zu gewinnen. "Die alte Faustregel, 'möglichst nah an BMW dran' gilt nicht mehr", sagt Maier-Hartmann.

Die Mieten scheinen dabei keine Rolle zu spielen. Durchschnittlich zahlen Mieter im Stadtgebiet mittlerweile mehr als 20 Euro/qm. Die Spitzenmiete hat sich bei über 40 Euro/qm etabliert.

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