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Projekte | 09.01.2020

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin: Weichen für die 1,2 Mrd. Euro teure Siemensstadt 2.0

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke
In trauter Eintracht feierten Politik und Wirtschaft den Entwurf für die Siemensstadt 2.0. Die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Siemens-Vorstand Cedrik Neike, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) (v.l.).

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke

Ortner & Ortner Baukunst gibt die städtebaulichen Leitlinien für den Bau der Siemensstadt 2.0 vor. Das Berliner Büro ist Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs, den das Land Berlin und der Siemens-Konzern ausgeschrieben hatten. Das teilten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke), die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Siemens-Vorstand Cedrik Neike gestern Abend in der historischen Mosaikhalle des zentralen Siemens-Verwaltungsgebäudes mit.


18 Büros waren eingeladen, um über die Zukunft des 100 Fußballfelder großen Areals mit 280.000 qm Denkmalimmobilien in der Berliner Siemensstadt nachzudenken. Verlangt wurde ein modernes, nachhaltiges Quartier zum Wohnen, Arbeiten, Forschen und Lernen, das dennoch nicht die Wirtschaftlichkeit aus den Augen verliert. Die Berliner Baukünstler überzeugten mit einer "nachvollziehbaren Einfachheit als städtebauliches Konzept", lobte der renommierte Architekt Stefan Behnisch die Kollegen, der die Jury-Sitzung geleitet hatte.

Die Architekten haben sämtliche Erdgeschosszonen zu einem durchgängigen und öffentlichen Stadtgeschoss gestaltet. Das neue Zentrum bildet dabei ein zwischen 120 und 150 m hoher Turm. Zusätzliche 60-Meter-Bauten markieren an ausgewählten Positionen die Eingänge zum Areal. Die Schaltwerkhallen werden zum Teil für öffentliche und kulturelle Nutzung umgestaltet, das Schaltwerkhochhaus soll neben Büros auch Wohnungen und ein Hotel enthalten. "Dies ist ein Entwurf, der respektvoll mit den historischen Gebäuden umgeht, und sie gleichzeitig in eine zeitgemäße Nutzung führt. Er erfüllt in großen Teilen die heutigen Bedingungen, lässt jedoch auch Raum für die künftigen Entwicklungen einer modernen, neuen Wohn- und Arbeitsstadt", heißt es in der Würdigung des Siegerentwurfs.

600 Mio. Euro kommen von Siemens, 600 Mio. Euro von der öffentlichen Hand

600 Mio. Euro wird der Technologiekonzern in die Siemensstadt 2.0 stecken, noch einmal genau so viel wird die öffentliche Hand in den kommenden Jahren aus unterschiedlichen Töpfen in das 70 ha große Areal entlang der Nonnendammallee im Bezirk Spandau stecken, sagte Müller gestern am Rande der Siegerehrung. Geplant sind Büros, Gewerbe mit industrieller Produktion, Forschung, Entwicklung und Ausbildung, Hotel, Studentenwohnungen sowie Boarding Häuser. Hinzu kommen 2.750 Wohnungen. 30% davon sind unter Anwendung des Berliners Modells zur Baulandentwicklung mietpreisgebunden. Eine Grundschule, zwei Kindergärten, Läden und Gastronomie sowie eine Jugendfreizeitstätte werden das riesige Vorhaben abrunden. 2022 hofft der Konzern mit dem Bau beginnen zu können. 2030 soll die Siemensstadt 2.0 fertig sein.

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