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Unternehmen | 08.01.2020

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburger Volksbank sondiert hanseatische Allianz mit Lübeck

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers
Die Hamburger Volksbank führt Sondierungsgespräche mit der Volksbank Lübeck.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers

Um 25% hat die Hamburger Volksbank 2019 ihr Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung gesteigert. Um etwa die regulatorischen und digitalen Herausforderungen entspannter zu meistern, werden Sondierungsgespräche für einen Zusammenschluss mit der Volksbank Lübeck aufgenommen.

Zufrieden mit den Zahlen des Geschäftsjahrs 2019 zeigt sich Reiner Brüggestrat, Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank. Um 8,4% auf 2,14 Mrd. Euro wurde das Kreditvolumen gesteigert. 2018 hatte es einen Zuwachs von 11,9% gegeben. Als "Wachstumstreiber" fungiert die Immobilienfinanzierung. Gegenüber 2018 - mit einem Neugeschäft von 350 Mio. Euro - konnten im vergangenen Jahr Abschlüsse mit einem Volumen von 440 Mio. Euro getätigt werden: ein Plus von 25%. Rund 80% der Kredite entfallen dabei auf das Firmenkundengeschäft, 20% auf die private Immobilienfinanzierung. Der Anteil von Immobilienkrediten am Gesamtkreditvolumen der Hamburger Volksbank liegt bei 89%.

Projektentwicklungstochter IPE gegründet

"Wir haben unsere Kreditstandards trotz des außerordentlichen Wachstums keinesfalls gelockert", betont Brüggestrat. Um "die Wertschöpfungen aus Immobilien nun verstärkt auch gestaltend zu heben", wurde 2019 die Hamburger Volksbank Immobilien- und Projektentwicklung (IPE) gegründet. Das Tochterunternehmen ist derzeit ausschließlich als Developer für beauftragte Projektentwicklungen tätig.

Auf Anfrage erklärte die Volksbank, "eine Beteiligung als Gesellschafter an einer reinen Projekt- oder Objektgesellschaft ist vorstellbar, bislang aber noch nicht realisiert worden". Mezzaninkapital für Projeke anderer Partner oder Gesellschafter soll nicht zur Verfügung gestellt werden.

Hanseatische Allianz mit Volksbank Lübeck

Um die wachsenden - auch finanziellen - Anforderungen aus der Bankenregulatorik und Digitalisierung besser zu meistern sowie Markt- und Kostenvorteile zu heben, kündigte Brüggestrat die Aufnahme von Sondierungsgesprächen für eine "hanseatische Allianz" mit der Volksbank Lübeck an. "Es geht um die Bündelung von Stärken. Kein Mitarbeiter muss sich um seinen Arbeitsplatz sorgen. Im Gegenteil: Von den jeweiligen Fachspezialisten könnten zukünftig beide Häuser profitieren."

Erste Gespräche wurden im Herbst 2019 geführt, nachdem der Hamburger Vorstand das von der Volksbank Lübeck eingerichtete hanseLab besuchte - eine Art Coworking- und Event-Space für Projektteams zum kreativen Austausch und vernetzten Arbeiten.

Die Bilanzsumme der Volksbank Lübeck erreichte im vergangenen Jahr 950 Mio. Euro, die der Hamburger Volksbank stieg 2019 um 11,4% auf 3,92 Mrd. Euro, der Zinsüberschuss lag konstant bei 55 Mio. Euro.

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