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Projekte | 03.01.2020

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

AOC wagt in Leipzig ein spekulatives Büroprojekt

 Quelle: AOC Immobilien AG, Urheber: Fuchshuber Architekten
Das Prager Riebeck in zentraler Lage Leipzigs.

Quelle: AOC Immobilien AG, Urheber: Fuchshuber Architekten

In Leipzig ist die Zeit reif für die Spekulation – also für den Plan, Büros zu bauen, ohne dass vorher ein Mieter feststeht. Diesen Schritt vollzieht zumindest jetzt der Entwickler Till Schwerdtfeger. Doch der Vorstand von AOC Immobilien aus Magdeburg musste nicht allein in den Regen. Gekauft hat das Haus die Soka-Bau.

Gleich zu Beginn des jetzt begonnenen Jahres rollen die Bagger an. Errichten lässt das 2004 gegründete Unternehmen AOC entlang der hochfrequentierten Prager Straße, vis-à-vis dem Technischen Rathaus, ein Gebäudeabschnitt mit rund 4.500 qm Büro plus einzelne Läden im Erdgeschoss. Neben dem gewerblichen Teil der Quartiersentwicklung mit dem Namen Prager Riebeck entstehen außerdem 185 Wohnungen und 145 Parkplätze.

Signal in den Markt

Das Duo aus Entwickler und Erwerber setze durch den Bau der Büros ohne Vorvermietungsquote "ein deutliches Signal für die neue Dynamik am Leipziger Büromarkt", betont Andrea Meisel, Prokuristin und Leiterin Projektentwicklung bei AOC Immobilien. Dass der Markt reif für spekulative Büroprojekte sei, sagte auch Stefan Sachse, Geschäftsführer und Leipziger Niederlassungsleiter beim Makler BNP Paribas Real Estate Ende vergangenen Jahres auf dem Heuer-Immobiliendialog in Leipzig. Büros spekulativ zu errichten, sei eine gute Idee, solange die Lage stimmt und das Produkt zeitgemäß ist, urteilt der Fachmann. Anfragen über 1.000 qm in guten Lagen und in guter Ausstattung liefen derzeit ins Leere. Das Quartier des Entwicklers, der Standorte in Erfurt, Leipzig und Dresden unterhält, ist gut an den Nahverkehr angeschlossen, der Hauptbahnhof und die Leipziger City sind in wenigen Minuten zu erreichen. Angestrebt sind nach Angaben Schwerdtfegers im Neubau Büromieten von 17 bis 17,50 Euro/qm.

Versorgungskasse des Baugewerbes geht mit

Überzeugen ließ sich vom Stadtteil Reudnitz-Thonberg zwischen Prager Straße, Riebeckstraße und Judith-Auer-Straße auch die Soka-Bau. Die Versorgungskasse des Baugewerbes mit Sitz in Wiesbaden hat beide Gebäude von AOC erworben. Bis zum zweiten Quartal 2022 soll das Ensemble fertig sein. Die vermietbare Fläche liegt bei insgesamt etwa 17.750 qm. Davon entfallen 12.820 qm auf Zwei- bis Vierzimmerwohnungen.

Als Architekt für das Prager Riebeck hat Schwerdtfeger das Büro Fuchshuber Architekten aus Leipzig gewinnen können. Für die AOC und Soka-Bau ist es der zweite gemeinsame Deal. Ende August 2019 hatte der Projektentwickler die 130 im Bau befindlichen Wohneinheiten des Leipziger Projektes "liv'in Reudnitz" an die Pensionseinrichtung verkauft – ebenfalls in Form eines Forward-Deals.

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