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Politik | 20.12.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesrat, Bundesregierung Deutschland, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss
  • Immobilienart:
    Wohnen

Steuerliche Förderung für sanierende Selbstnutzer kommt

Quelle: Imago Images, Urheber: Panthermedia
Die Dämmung von Dächern und Wänden zählt zu den Maßnahmen, die künftig steuerlich abgesetzt werden können.

Quelle: Imago Images, Urheber: Panthermedia

Der Bundesrat hat am heutigen Freitag die Steuergesetze zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung verabschiedet. Damit ist auch die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen nach zehn Jahren Hängepartie beschlossene Sache. Profitieren werden allerdings nur Selbstnutzer von Wohngebäuden.

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat einem Kompromiss zugestimmt, der am Mittwoch im Vermittlungsausschuss ausgehandelt worden war. Eine wesentliche Forderung der Länder wird erfüllt: Sie erhalten mehr Geld vom Bund als Ausgleich für die mit dem Gesetz verbundenen Steuerausfälle.

Damit können ab dem kommenden Jahr und bis 1. Januar 2030 energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen und Kosten für Energieberater steuerlich abgesetzt werden. Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem die Dämmung von Wänden, Dächern und Geschossdecken, die Erneuerung oder Optimierung von Heizungsanlagen und der Einbau neuer Fenster und digitaler Systeme, die den Energieverbrauch optimieren. Welche Anforderungen zu erfüllen sind, regelt eine Verordnung, die der Bundesrat ebenfalls heute beschlossen hat.

Die steuerliche Förderung wird als Alternative zu den bereits bestehenden Förderprogrammen eingeführt. Selbstnutzer von Wohnimmobilien, die älter als zehn Jahre sind, können über drei Jahre 20% der Kosten für energetische Maßnahmen (auch mehrere Einzelmaßnahmen) absetzen. Die Steuerermäßigung ist auf maximal 40.000 Euro begrenzt.

Hängepartie über zehn Jahre

Mit dem Segen des Bundestags wird eine Hängepartie beendet - einen ersten Anlauf für die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen sowohl bei eigengenutzten wie auch vermieteten Wohnimmobilien hatte Bayern im Sommer 2008 mit einem Gesetzesantrag im Bundesrat gemacht. Die Länder lehnten damals den Antrag ab. Weitere Vorstöße sowohl der Bundesregierung wie auch einzelner Länder versandeten ebenfalls.

Verbände wie der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) kritisieren allerdings das Ergebnis des langen Hin und Hers. Deutlich mehr CO2 wäre im Gebäudebestand einzusparen, wenn die steuerliche Förderung auch für Eigentümer vermieteter Wohngebäude und gewerblicher Immobilien gelten würde, erklärt der ZIA.

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