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Unternehmen | 16.12.2019

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:

ADO Properties übernimmt Adler und Consus

ADO Properties, Adler Real Estate und Consus Real Estate könnten nach einem Unternehmenszusammenschluss schon bald eines der größten deutschen Wohnungsunternehmen an der Börse bilden. Anders als vor Wochen angekündigt, wird ADO die übernehmende Gesellschaft sein. Die ersten Weichen für das Zusammengehen sind bereits gestellt.

ADO ist mit einer Marktkapitalisierung von 1,55 Mrd. Euro an der Börse fast doppelt soviel wert wie der Wettbewerber Adler (882 Mio. Euro). Beide zusammen kommen auf ein Wohnimmobilienvermögen von 8,6 Mrd. Euro. Die noch nicht vorverkaufte Consus-Projektpipeline wird mit 6,8 Mrd. Euro angesetzt. Aus allen drei Firmen kombiniert würde die drittgrößte deutsche Wohn-AG hinter Vonovia und Deutsche Wohnen entstehen. Bei einem geplanten Free Float von bis zu 80% wäre das Papier auch ein baldiger Kandidat für den MDax.

Consus wird umgebaut

Für 52,2% der Adler-Anteile gibt es von Großaktionären bereits unwiderrufliche Zusagen, die Papiere gegen (neu auszugebende) ADO-Aktien zu tauschen. Für die restlichen Adler-Aktien wird ADO ein öffentliches Angebot unterbreiten. Größter Einzelaktionär der neuen ADO/Adler wären dann Klaus Wecken mit 7% und Mezzanine IX Investors mit 6,8%.

Ebenfalls schon fix ist eine Beteiligung von ADO an Consus über 22% der Consus-Aktien. Da Adler bereits 3% an Consus besitzt, sind in Summe sogar 25% in Händen der beiden Wohn-AGs. Ein bereits vereinbartes Partnerschaftsabkommen sieht vor, dass künftig Grundstücke gemeinsam entwickelt werden. Die Muttergesellschaft erhält ein Vorerwerbsrecht für die neuen Projekte. Consus soll im Zuge dessen vom Entwickler, der an Drittkunden verkauft, in eine hauseigene Neubauplattform umgebaut werden, hieß es auf der heutigen Telefonkonferenz.

Für den 22%-Anteil an Consus zahlt ADO 294 Mio. Euro. Der Consus-Großaktionär Aggregate (51%) besitzt zudem eine Verkaufsoption für sein Paket. Die will ADO aber nur ziehen, wenn das Investment-Grade-Unternehmensrating dadurch nicht gefährdet ist.

Christoph Gröner soll an Bord bleiben

Geleitet werden soll die neu strukturierte Gesellschaft nach Abschluss der Deals von Maximilian Rienecker (CEO Adler Real Estate) und Thierry Beaudemoulin (CEO ADO Properties) als Co-Chief Executive Officers sowie von Sven-Christian Frank (Adler) als Chief Operating Officer. Das designierte Vorstandstrio gibt sich zuversichtlich, dass auch der umtriebige Immobilienunternehmer Christoph Gröner (CG Gruppe) dem Konzern treu bleiben werde. Mit seinem 6%igen Consus-Aktienpaket sei er der Gruppe bereits verbunden, außerdem werde Consus durch die neue Muttergesellschaft künftig viele Refinanzierungsvorteile genießen - auch das sei ein Incentive für den Entwickler.

Unter Dach und Fach sein soll der Zusammenschluss von Adler und ADO bis Ende des ersten Quartals 2020. In den Folgequartalen will ADO via Kapitalerhöhung bis zu 500 Mio. neue Aktien ausgeben. Bis Mitte 2021 entscheidet sich dann, ob auch die Komplettübernahme von Consus unter Dach und Fach ist. Dann nämlich endet das vereinbarte Recht, die 51% von Aggregate an dem Projektentwickler via Aktientausch zu übernehmen.

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