Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 13.12.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

publity-Chef Olek bringt Büro-AG Gore an die Börse

Quelle: imago images, Urheber: imagebroker
Das Duisburger Haus der Wirtschaftsförderung ist Teil des Startportfolios.

Quelle: imago images, Urheber: imagebroker

Seit heute sind die Aktien der German Office Real Estate (Gore) im Freiverkehr der Börse München notiert. Bei Gore handelt es sich um die frühere Münchner Immobilien Center AG (MunIC), die schon vergangenes Jahr Börsenambitionen hegte. Beherrschender Aktionär ist publity-CEO Thomas Olek.

Fünf kleine Büroimmobilien bestitzt Gore aktuell, es handelt sich weitgehend um dasselbe Startportfolio, mit dem 2018 die im Aufbau befindliche MunIC starten sollte: Die Takko-Zentrale in Telgte, das Haus der Wirtschaftsförderung in Duisburg sowie zwei weitere Objekte in Neu-Isenburg (Martin-Behaim-Str. 4-6) und Bad Homburg (Hewlett-Packard-Str. 4). Eine MunIC-Immobilie in Unterschleißheim wurde zwischenzeitlich für 4,5 Mio. Euro verkauft, dafür wurde der Zukauf eines Objekts in Neuss (Im Taubental 30) für 5,3 Mio. Euro vertraglich vereinbart.

Aus dem (nie offiziell angekündigten) IPO von MunIC wurde nichts. Vergangenen Monat wurde die AG in Gore umbenannt und ist nun ohne begleitende Kapitalmaßnahme an der Börse notiert. Die Börsenstory des Unternehmens ist dieselbe geblieben: Investiert wird in Büroimmobilien der Größenklasse plus/minus 15 Mio. Euro. In diesem Bereich erhofft sich Gore einen guten Marktzugang zu Produkten, da diese Volumina für Privatanleger zu groß, für Institutionelle aber zu klein seien.

Gut 65% an Gore gehören dem Investor und Unternehmer Thomas Olek, der laut Prospekt bis zu 100.000 Aktien abzugeben bereit ist. Weitere knapp 20% entfallen auf den Investmentberater Cardea Capital. Oleks (ebenfalls börsennotierter) Asset-Manager publity wird für die kommenden zehn Jahre für die Betreuung der Gore-Objekte sowie für die Vorbereitung weiterer Zukäufe zuständig sein. Zum CEO von Gore wurde Jörg Reinhardt bestellt. Reinhardt ist Inhaber eines Immobilienmaklerunternehmens in Essen.

Die Immobilien gewannen rasant an Wert

Die Gore-Immobilien in Neuss, Telgte, Duisburg und Bad Homburg waren 2017 zum Preis von 22,4 Mio. Euro durch MunIC-Objektgesellschaften erworben worden. Verkäuferin war damals der geschlossene publity Performance Fonds Nr. 6, der ebenfalls durch publity als Asset-Manager betreut wurde. Im gleichen Jahr kam die knapp zur Hälfte leer stehende Alamark-Zentrale in Neu-Isenburg dazu.

Schon ein halbes Jahr später bezifferte ein Analystenbericht für den Börsenaspirant MunIC den Wert der fünf MunIC-Bürogebäude (Fondsobjekte plus Unterschleißheim) auf 42,6 Mio. Euro. Im aktuellen Börsenprospekt summiert sich der Marktwert des Portfolios (ohne Unterschleißheim, aber einschließlich der immer noch zur Hälfte unvermieteten Immobilie Neu-Isenburg) auf 57,4 Mio. Euro. Mit dem heutigen Listing ist das Unternehmen nochmals wertvoller geworden: Der erste Kurs der Gore-Aktie wurde mit 6,20 Euro festgesetzt, was bei 15 Mio. Aktien einer rechnerischen Marktkapitalisierung von 93,3 Mio. Euro entspricht.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!