Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 11.12.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin kann neue Büros gut vertragen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Diese Büros entstehen direkt am S-Bahnhof Tiergarten und liegen damit innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. Vermietet werden derlei Kontore wie geschnitten Brot.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

In den kommenden drei Jahren werden in der deutschen Hauptstadt 3,3 Mio. qm Bürofläche errichtet. Das entspricht 15% des Bestandes. Dennoch droht der Stadt in den nächsten fünf Jahren "kein signifikanter Büroflächenüberhang".

Das jedenfalls glaubt Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter des Analysehauses bulwiengesa, der den Berliner Büromarkt für Marcus Buder, Leiter des Geschäftsbereichs gewerbliche Immobilienfinanzierung bei der Berliner Sparkasse, unter Lupe genommen hat. Auch Buder bleibt gelassen. "Allein im vergangenen Jahrzehnt hat die Anzahl der Bürobeschäftigten um 27% zugelegt. Das geht nur mit neuen Flächen. Dieser Trend dürfte anhalten. Der Markt wird die derzeitige Pipeline gut absorbieren können. Mehr noch: Selbst eine signifikante Ausweitung der Bauprojekte hätte ein gesundes Niveau an Leerstand zum Ergebnis."

Innen hui, außen pfui

Klar ist aber auch: Investoren müssen gut gucken, wo sie bauen, so Schulten. Innerhalb des Berliner S-Bahnrings, des sogenannten Hundekopfs, sind neue Büros mehr als begehrt. "Da können Sie bauen, was und wie viel Sie wollen", sagt Schulten, der seit 30 Jahren den Berliner Büromarkt analysiert. "Da werden Sie alles los." Kein Wunder also, dass 80% der im Bau befindlichen Fläche auch ganz genau hier entsteht. Anders ist die Situation an den Rändern – dort also, wo die Berliner Politik gerne zusätzliche Arbeitsplätze ansiedeln möchte. Hier gelte es genau hinzugucken, hier seien neue Entwicklungen keine Selbstläufer.

Bis 2023 kommen 3,2 Mio. qm neu hinzu

Derzeit sind in Berlin 1,5 Mio. qm Bürofläche im Bau, wovon zwei Drittel vorvermietet sind. Bis 2023 werden knapp 3,2 Mio. qm neu hinzukommen. Die Hälfte davon steht dem Markt aber gar nicht mehr zur Verfügung. Sie ist bereits vorvermietet. Anders ausgedrückt: Büros, die 2019 fertig werden, sind zu über 90% weg. Von den 2020er Büros sind 70% vertraglich gebunden. Ab 2021 fällt die Vorvermietungsquote auf unter 40%.

Ungesund niedriger Leerstand

Fleißig gebaut wird in der Wissenschaftsstadt Adlershof, wo bis 2023 noch einmal 60% der derzeitigen Fläche zusätzlich entsteht, rund um die Mercedes-Benz-Arena im Stadtteil Friedrichshain werden bis 2023 über 300.000 qm errichtet. Um den Hauptbahnhof lauern etwa 250.000 qm in der Pipeline.

Derzeit sind nur 1,4% aller Büros in der deutschen Hauptstadt verwaist. Die Fachwelt sagt, dieser Wert sei eindeutig zu niedrig. Makler und Analysten sprechen bei einer Leerstandsquote von 3% bis 5% von einem gesunden Büromarkt.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!