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Märkte | 10.12.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    Stadt München
  • Personen:
    Dorothee Schiwy
  • Immobilienart:
    Wohnen

Private stellen in München ein Drittel der Sozialwohnungen

Die Zahl der Sozialwohnungen hat sich in München in den vergangenen 35 Jahren mehr als halbiert. Bisher ist vor allem die Stadt für den Bau neuer Wohnungen verantwortlich. Doch gut ein Drittel der Sozialwohnungen stellen private Eigentümer.

In der Nachkriegszeit wurde auch in München massiv in den sozialen Wohnungsbau investiert. Ende 1985 zählte die Stadt immerhin 118.000 Sozialwohnungen. Dann ging es rapide bergab. Im September 2019 waren es gerade noch 45.000 Wohnungen, die einer sozialen Bindung unterlagen.

Durch die kräftige Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg fielen vor allem zwischen 1985 und dem Jahr 2000 zahlreiche Wohnungen aus den Bindungen. „Dies macht deutlich, wie wichtig sehr lange oder dauerhafte Bindungen sind", schließt Sozialreferentin Dorothee Schiwy aus den Zahlen, die das Sozialreferat bekanntgab.

45.000 Sozialwohnungen

Von den 45.000 aktuell gebundenen Wohnungen gehören fast 60% den städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Fast 3.000 Wohnungen haben Genossenschaften errichtet. Mit 16.000 Wohnungen sind immerhin rund 35% in der Hand privater Eigentümer.

Damit liegt München im Vergleich der deutschen Großstädte nur auf einem hinteren Platz. Pro 1.000 Einwohner hat die bayerische Landeshauptstadt gerade einmal 29 Sozialwohnungen. Berlin kommt auf 31 pro 1.000 Einwohner, Köln auf 36 und Hamburg sogar auf mehr als 44 Sozialwohnungen je 1.000 Einwohner.

In Bayern nimmt Ingolstadt mit 42 Sozialwohnungen pro 1.000 Einwohner die führende Stellung ein. Bayernweit liegt der Durchschnitt bei rund 30 Wohnungen pro 1.000 Einwohner.

30.000 Haushalte suchen eine Sozialwohnung

Bis Ende 2030 fallen in München noch etwas mehr als 6.500 Wohnungen aus der Sozialbindung. Die Schere zwischen Angebot und Bedarf wird erstmal nicht kleiner. Laut Sozialreferat warten derzeit 30.000 Haushalte auf eine entsprechende Wohnung. Der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zufolge sind in der Stadt etwa 9.000 Menschen obdachlos.

Allerdings sieht das wohnungspolitische Handlungsprogramm Wohnen in München VI bis 2021 einen Durchschnitt von 2.000 neu gebauten geförderten Wohneinheiten pro Jahr vor. Im vergangenen Jahr wurde dieses Ziel mit 2.034 Wohneinheiten sogar leicht übertroffen.

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