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Projekte | 10.12.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin: Steglitzer Kreisel wird eingerüstet

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke
Aus vielen der 330 Wohnungen wird die Aussicht auf den grünen Süden der deutschen Hauptstadt prächtig sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke

Vom Asbest befreit wird der Steglitzer Kreisel im grünen Berliner Süden jetzt eingerüstet. Eine gute halbe Milliarde Euro wird die Metamorphose vom Büro- zum Wohnturm bis 2022 kosten. 35% der Eigentumswohnungen hat der Bauherr CG Gruppe verkauft.

"Wir sind mit unserem 120 m hohen Turm im Zeitplan", freut sich der Chef der CG Gruppe, Christoph Gröner, der das rund 40 Jahre alte Haus ÜBerlin getauft hat. Mit der dunklen und abweisend wirkenden Hülle des früheren Kreisels wird ÜBerlin nichts mehr gemein haben. Der Entwurf von Fuchshuber Architekten sieht eine Verkleidung mit hellen Aluminiumpaneelen vor, der die einst glatte, schwarz verglaste Fassade des Turms ablöst. Das Skelett wird bis Ende Januar 2020 komplett eingerüstet. An drei Stellen gleichzeitig, aus statischen Gründen, wie der Bauherr sagt, werden dann Stahlträger eingezogen, Balkone angebaut und die Fassade angebracht. Nach einem Jahr Arbeit wird der Innenausbau in Angriff genommen.

Preise zwischen 5.000 und mehr als 14.000 Euro/qm

Die Wohnungen im verkehrsumtosten Turm direkt an der Stadtautobahn sind zwischen 30 und 320 qm groß. Zu Beginn des Vertriebs, im August 2018, lag der Durchschnittspreis für das Stockwerkseigentum bei 7.800 Euro/qm. Das ist Geschichte. Heute kostet eine Wohnung im Schnitt 8.309 Euro/qm. Seinerzeit gab es die preiswerteste Bleibe für 4.500 Euro/qm. Jetzt gibt es gar nichts mehr unter 5.000 Euro/qm zu kaufen, sagt Lars Kittelmann von der Vertriebsgesellschaft der CG Gruppe. Zum Vergleich: Ende September 2019 lag der durchschnittliche Preis für eine neue Wohnung laut Beobachtungen des Analyseinstituts empirica in Berlin bei 5.500 Euro/qm. Die teuerste reguläre Wohnung schlägt im Moment mit 14.000 Euro/qm zu Buche.

Was die beiden Penthauswohnungen kosten, die Fuchshuber dorthin setzt, wo früher die Technik des Turms untergebracht war, weiß auch Christoph Gröner nicht. "Den 28. und 29. Stock verkaufen wir nach Gebot." Konzipiert würden die edlen Stücke wie ein Maßanzug. Die CG Gruppe rechnet mit einem Verkaufsvolumen von 6 bis 8 Mio. Euro. Interessenten gäbe es schon. Käufer der "normalen" Wohnungen seien zur Hälfte Berliner, häufig Menschen aus der wohlhabenden Umgebung im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Hinzu kämen Chinesen, Amerikaner, die hier ein Start-Up betreiben und eine Kapitalanlage suchen.

Happige Nebenkosten

Auch die Nebenkosten im Turm sind mit prognostizierten 5,80 Euro/qm nicht gerade niedrig. Dafür bietet Gröner seiner illustren Kundschaft aber auch Terrassen und Loggien, einen Indoor-Spielplatz, der auf dem Dach des darunter liegenden Flachmanns seinen Platz findet, vier Fahrstühle, 240 Tiefgaragenstellplätze sowie einen 24-Stunde-Concierge-Dienst.

In einem zweiten Schritt wird der Sockelbau modernisiert. Geplant sind 50.000 bis 60.000 qm Fläche. Entstehen sollen Büros in einem Haus, in dem heute geparkt wird, eine kleine Ladenzeile einmal quer durch das Gebäude sowie die Neukonzipierung eines Hotels. Auch Mietwohnungen zu Preisen von 12 bis 15 Euro/qm wären geplant. Noch steht für den Sockel allerdings die Baugenehmigung aus.

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