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Märkte | 11.12.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Wohneigentum im Raum Hamburg wird auch 2020 teurer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers
Der Stadtteil Rotherbaum im Umfeld der Alster gehört zu den teuersten Stadtteilen in Hamburg.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers

In günstigen Lagen Hamburgs sowie im Umland wird Wohneigentum im Bestand im Jahr 2020 nach Zahlen von Grossmann & Berger weiter deutlich teurer - wenngleich sich die erwartete Dynamik etwas abschwächt. Preise für Eigentumswohnungen steigen stärker als die für Einfamilienhäuser. So legen Wohnungen im Umland zwischen 2016 und 2020 nach der G&B-Prognose um 36% zu.

Ein Preisplus von 7% für Hamburger Eigentumswohnungswohnungen im Bestand auf 4.600 Euro/qm erwartet Grossmann & Berger (G&B) für das kommende Jahr und von 2,1% auf 4.900 Euro/qm für Einfamilienhäuser. Im Umland liegt der prognostizierte Preiszuwachs bei jeweils 6,3% auf 3.400 Euro/qm.

Preisplus von 36% für Wohnungen im Umland

Auch in der Fünfjahresbetrachtung von 2016 bis 2020 ziehen die Preise für Eigentumswohnungen deutlicher an. Sollte G&B mit seiner Markteinschätzung richtig liegen, hätten sich Hamburger Wohnungen in dieser Frist um 27,8% verteuert und Wohnungen im Umland sogar um 36%. Die Preissteigerungen für Häuser in Hamburg (11,4%) und im Umland (21,4%) fallen deutlich moderater aus.

Begründet liege die auseinandergehende Dynamik im wachsenden Interesse einer älteren Klientel an altersgerechtem Wohneigentum. Gleichzeitig zwinge die starke Nachfrage samt steigender Preise die Immobiliensuchenden, zunehmend vormals unattraktivere Lagen zu sondieren. „Dadurch kommt es in den günstigeren Regionen zu einem Aufholeffekt bei den Kaufpreisen, der 2020 noch extremer wird", erläutert G&B-Geschäftsführer Lars Seidel und illustriert, welche Klientel heute überhaupt noch in der Lage ist, über Wohneigentum nachzudenken. „Interessenten sind hinsichtlich der Lage auch deswegen zunehmend flexibel, weil sich die Arbeitswelt bereits deutlich verändert hat und immer mehr Arbeitnehmer vom Home Office aus tätig sind."

Günstige Wohnungen in Curslack und Drage

Günstiges Wohneigentum für Menschen, die in der Produktion arbeiten und nicht über Home Office nachdenken können, gibt es innerhalb Hamburg etwa in Curslack im Bezirk Bergedorf, wo Eigentumswohnungen derzeit preislich 32,6% unter dem Hamburger Durchschnitt liegen, und - mit dem gleichen preislichen Abstand - im schleswig-holsteinischen Umland in Tremsbüttel zwischen Bargteheide und Bad Oldeslohe.

Ebenfalls sehr günstig ist Drage in Niedersachsen, wo für 2020 ein Preisschub um 18,8% auf 1.900 Euro/qm für Eigentumswohnungen erwartet wird. Preisschübe ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau sieht G&B auch für die Wohnungen in den Hamburger Stadtteilen Billstedt (15,2% auf 3.800 Euro/qm) im Osten sowie Marmstorf (14,8% auf 3.100 Euro/qm) im Süden.

Süderelberaum ist günstig, Alster teuer

Die günstigsten Wohnungen in Hamburg finden sich aus G&B-Perspektive in Rönneburg (2.700 Euro/qm) – ebenfalls südlich der Elbe. Das bestätigen auch die Zahlen des Gutachterausschusses für 2018. Wohnungen für unter 2.500 Euro/qm wurden in Marmstorf, Finkenwerder, Hausbruch und Neugraben-Fischbek verkauft.

Die teuersten Stadtteile zum Kauf von Wohnungen sind nach Zahlen des Gutachterausschusses Harvestehude (9.131 Euro/qm), Altstadt (8.925 Euro/qm), Rotherbaum (8.482 Euro/qm) und die Hafencity (7.714 Euro/qm.)

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