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Projekte | 05.12.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburg: Kulturzentrum wird für 120 Mio. Euro modernisiert

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Die zu Kulturräumen umgenutzten Industriehallen der Kranfabrik Kampnagel sollen für 120 Mio. Euro modernisiert und erweitert werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Für die Modernisierung und Erweiterung der Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg stehen 120 Mio. Euro von Bund und Land zur Verfügung. Damit sollen Bestandsgebäude umgebaut werden, neue Gebäude für Proben, Künstlerwohnungen, Bildung und Partizipation entstehen und das Areal zum Osterbekkanal geöffnet werden.

Seit Anfang der 1980er Jahre hat sich auf dem Areal der ehemaligen Kranfabrik Kampnagel in Hamburg-Winterhude ein international geachteter Ort der politischen Avantgardekunst entwickelt. "Kampnagel ist das Zentrum für genreübergreifende, zeitgenössische Kunst in Hamburg mit internationaler Ausstrahlung", erklärt Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien (SPD), bei der Vorstellung des Modernisierungskonzept auf dem Kampnagel-Areal. "Wir möchten hier nicht nur zeitgemäße Produktionsbedingungen schaffen, sondern diesen historischen Ort noch weiter in den Stadtteil öffnen und zu einem zentralen Ankerplatz für Produktionen aus der ganzen Welt entwickeln."

Konzeptstudie von Lacaton & Vassal

Dazu hat das Pariser Architekturbüro Lacaton & Vassal eine Konzeptstudie für den Um- und Ausbau der zum Teil denkmalgeschützten Gebäude sowie die Weiterentwicklung im Bestand vorgelegt. Die Studie dient der städtischen Bauherrin Sprinkenhof als Grundlage für eine europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen.

Mitte November hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages 60 Mio. Euro für die Modernisierung Kampnagels bereitgestellt - unter der Voraussetzung einer Kofinanzierung in gleicher Höhe durch die Stadt Hamburg. Der Hamburger Kulturetat wird durch die 60 Mio. Euro nicht belastet, da die Investitionen im Rahmen des Mieter-Vermieter-Modells von Sprinkenhof getragen werden.

Bei den Investitionen wird es zum einen um die Modernisierung der Gebäude sowie der Gebäude- und Bühnentechnik gehen. Die Hallen sollen sowohl zum Stadtteil wie auch zum angrenzenden Osterbekkanal geöffnet werden - wie zuletzt bereits beim Sommerfestival.

Kreativ-Oasen am und auf dem Osterbekkanal

In zwei neuen Gebäuden sind zum enderen temporäre Künstlerwohnungen sowie weitere Probenräume vorgesehen. Letztere sollen den Künstlern ermöglichen, vor Ort eigene Produktionen zu entwickeln. Neben einem neuen, für Workshops und Proben genutzten Gebäude sollen am oder auf dem Osterbekkanal sogenannte Kreativ-Oasen entstehen.

"Die hohe internationale Wahrnehmung Kampnagels als Ort der politischen Avantgardekunst wird zukünftig auch eine architektonische Entsprechung finden", macht Sabine Stenzel, Kaufmännische Direktorin Kampnagel, deutlich. "Wir streben an, sowohl hinsichtlich ökologischer Baustandards als auch in Sachen Barrierefreiheit zukunftsweisende Maßstäbe zu setzen."

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