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Märkte | 04.12.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Destatis: Baustau verursacht Wohnungsmangel in Metropolen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Leipzig hat seit 2008 den größten Bevölkerungszuwachs unter den Großstädten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Die Großstädte haben zum Teil erheblichen Bevölkerungszuwachs, aber der Wohnungsneubau kann in keinster Weise mithalten. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamts (Destatis), sieht vor allem ein Problem der Fertigstellungen und nicht etwa der Genehmigungen.

Im Jahr 2018 lebten in Deutschland 2,5 Mio. Menschen mehr als noch 2012. Die Großstädte verzeichneten dabei besonders hohe Zuwächse, allen voran Leipzig (12,9%), Frankfurt (9,5 %) und Berlin (8 %). Insbesondere jüngere Menschen (20 bis 40 Jahre) strömten in die Städte, während die Generation 40 plus eher wieder aus den Metropolen wegzöge, berichtet Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, auf einer Pressekonferenz zum Thema "Städte-Boom und Baustau" gemeinsam mit Statistischen Ämtern der Länder.

Bauüberhang wächst und wächst

Parallel zu diesem Zuzug komme der Wohnungsneubau aber nicht hinterher. Das sei allerdings nicht eine Frage der Genehmigungen, diese haben sich laut Destatis zwischen 2009 und 2018 von 178.000 auf 347.000 nahezu verdoppelt, obgleich es seit 2015 eine leichte Rückläufigkeit gebe. Entscheidender für den Wohnungsmangel aber sei, so Thiel, der Bauüberhang. Also die Differenz zwischen genehmigten und fertiggestellten Wohnungen. Zwischen 2008 und 2018 habe sich dieser Überhang bundesweit auf 693.000 Einheiten nahezu verdoppelt.

Es fehlt an Personal

Ein Grund: Den Bauunternehmen fehle Personal zur zügigen Realisierung der Bauaufträge. Während die Anzahl der Beschäftigten im Wohnungsbau von 2008 bis 2018 um lediglich 25% anstieg, haben sich laut Destatis die Auftragsbestände in diesem Zeitraum nahezu verdreifacht. Die nicht preisbereinigten Umsätze von Baubetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten seien von 8,6 Mrd. Euro auf 20,3 Mrd. Euro angewachsen, die Preise für Leistungen beim Neubau von Wohngebäuden hätten sich um 24,3% erhöht.

Großstadtbewohner rücken eng zusammen

Der Mangel an Wohnraum führt dazu, dass Großstadtbewohner immer enger zusammenrücken. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person sank zwischen 2010 und 2018 um 1,7 qm auf 39,2 qm. Lebte 2010 in den Metropolen noch in mehr als jeder zweiten Wohnung (51%) eine Person, sind es 2018 nur noch 45%.

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