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Märkte | 04.12.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Realogis
  • Personen:
    Oliver Raigel, Bülent Alemdag, Clemens Kerscher
  • Immobilienart:
    Logistik

Anleger müssen bei Logistikimmobilien große Abstriche machen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Logistikimmobilien wie das Amazon-Lager in Bad Hersfeld sind bei institutionellen Anlegern sehr gefragt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Aufgrund hoher Nachfrage nach Logistikimmobilien werden die Investoren immer weniger wählerisch. Anleger sind in der aktuellen Marktlage bereit, Abstriche bei Vertragslaufzeiten, Mietpreisen und Renditen zu machen.

Bis Jahresende werden Anleger rund 7 Mrd. Euro in deutsche Logistikimmobilien investiert haben. Das prognostiziert das Maklerhaus Realogis. Damit hätte die Branche das Niveau von 2018 erreicht. Auffällig sei, dass sowohl bei Einzel- als auch bei Portfolio-Deals die Vertragslaufzeit immer weniger wichtig sei, berichtet Bülent Alemdag aus dem Realogis Investment-Team: "Investoren sind derzeit bereit, kurz- und mittelfristige Vertragslaufzeiten zu akzeptieren, ohne dass dies große Preisabschläge zur Folge hat." Die Gründe lägen in den starken Vermietungsmärkten, die größtenteils durch Vollvermietung gekennzeichnet sind.

Insgesamt zeichne sich ein Paradigmenwechsel im Verkaufsprozess an, erzählt Oliver Raigel von Realogis. So verändere sich etwa die Gewichtung des Alters der Immobilien. "Aktuell sind so wenige Investmentmöglichkeiten auf dem Markt, dass es im Grunde keine Rolle spielt, ob eine Immobilie - wenn sämtliche Anforderungen an moderne Immobilien erfüllt sind - fünf oder zehn Jahre alt ist", betont Raigel.

Abstriche müsse auch bei der Rendite gemacht werden. Zwar sei zum ersten Mal seit langem die Rendite für Primeprodukte mit 4,20% stabil auf dem Spitzenniveau zu Jahresbeginn geblieben, berichtet Clemens Kerscher von Realogis. Die Marke von 4,00% werde aber voraussichtlich kurzfristig erreicht und in den kommenden Monaten sogar unterschritten. Ein Grund für diese Entwicklung sei die geringe Verfügbarkeit an Premiumprodukten. "Viele Investoren sind bereit, Corepreise für Nicht-Coreimmobilien zu bezahlen", sagt Kerscher.

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