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Märkte | 22.11.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Münchner sollen Wohnungen tauschen

Die Stadt München startet ab dem kommenden Jahr eine Wohnungstauschbörse. Sie soll für einen Ausgleich auf dem Münchner Wohnungsmarkt sorgen. Ähnliche Projekte in anderen Städten laufen zäh an.

Die Grundidee dahinter ist, dass vor allem vielen älteren Münchnern ihre Wohnungen oft zu groß sind. Allerdings finden sie auf dem Münchner Wohnungsmarkt keine Alternative oder müssten für eine kleinere Wohnung deutlich mehr Miete bezahlen als für ihre große, in der sie teilweise seit Jahrzehnten wohnen. Gleichzeitig gibt es junge Familien, denen ihre Zweizimmerwohnung mit dem Nachwuchs zu klein geworden ist, die aber keine größere Wohnung finden.

Pilotprojekt bei den städtischen Gesellschaften

Die Wohnungsbörse soll beide Parteien zusammenbringen. "Die Wohnungstauschbörse soll eine einfache und sichere Möglichkeit bieten, die eigenen Verhältnisse besser an den Bedarf anzupassen, ohne sich den Schwierigkeiten des angespannten Mietmarkts aussetzen zu müssen", sagt SPD-Stadtrat Marian Offman, der die städtische Wohnungstauschbörse seit einigen Jahren umsetzen will.

Die Stadt will vor allem ältere Mieter beim Tausch unterstützen. Sie trägt die Umzugskosten und sorgt dafür, dass die neue Wohnung barrierefrei umgebaut wird, wenn das notwendig ist. Außerdem soll die Miete gleichbleiben. Um das umzusetzen, wird das Projekt ab dem kommenden Jahr zunächst bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und Gewofag getestet. Später sollen weitere soziale Wohnungsbauunternehmen, Genossenschaften und schließlich auch private Vermieter in die Tauschbörse einbezogen werden.

Bisher verhaltener Erfolg

Im Frühjahr hat die Stadt Dachau eine Tauschbörse für geförderten Wohnraum gestartet. Zwei Jahre lang soll der Wohnungstausch für Mieter der städtischen Wohnungen, der kommunalen Stadtbau und einiger Genossenschaften getestet werden.

Erfahrungen mit einer Wohnungstauschbörse gibt es schon in Berlin. Der Erfolg hält sich in Grenzen. Etwa ein Jahr nach dem Start wurden gerade einmal 52 Wohnungen getauscht. Auch in Düsseldorf wurde ein Angebot der Wohnungsgesellschaft LEG kaum angenommen.

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