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Märkte | 21.11.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Mietspiegelwerte steigen im Durchschnitt langsamer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs
Die Dynamik bei den Mietsteigerungen im Bestand flacht etwas ab.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs

Der Anstieg der ortsüblichen Vergleichsmieten schwächt sich erstmals seit Jahrzehnten deutschlandweit ab, sagt die Analyse von F+B. Allerdings spiegeln sich im Metropolenumland die hohen Angebotsmieten nun zunehmend in den Bestandsmieten wider.

Der alljährliche Mietspiegelindex der Berater von F+B aus Hamburg hat 2019 im Schnitt einen Zuwachs von 1,8% im Vergleich zum Vorjahr gemessen, 2018 waren es noch 2,2%. Damit folgten nun auch die in den Mietspiegeln dokumentierten Bestandsmieten ähnlich wie die Angebotsmieten dem Trend der nachlassenden Dynamik, sagt F+B in seiner Analyse von insgesamt 351 Kommunen.

Stuttgart verdrängt München

Eine weitere Erkenntnis: Stuttgart (10,41 Euro/qm) hat mittlerweile München (9,74 Euro/qm) bei den durchschnittlichen Vergleichsmieten überholt. An der Spitze des Rankings von 30 ausgewählten Gemeinden steht allerdings Münchens Nachbarin Karlsfeld (Landkreis Dachau) mit einer Nettokaltmiete im Bestand von im Schnitt 10,86 Euro/qm. München rangiert noch hinter Leinfelden-Echterdingen, Germering und Dachau auf Platz sechs. Wer ins Umland will, um den hohen Metropolenpreisen zu entkommen, den könnte es also noch härter treffen. Hamburg (8,79 Euro/qm) oder Frankfurt (8,59 Euro/qm) sind nicht unter den ersten zehn. Im Bundesdurchschnitt zahlen Mieter in bestehenden Mietverhältnissen 7,04 Euro/qm.

Mietspiegelreform braucht "Augenmaß"

Analysiert werden für den F+B-Index die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 qm, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Seit 1996 wertet F+B für seinen Index Mietspiegelwerte aus. Geschäftsführer Bernd Leutner plädiert bei den aktuell anstehenden Gesetzesänderungen für eine "Mietspiegelreform mit Augenmaß", die auf "symbolische Maßnahmen ohne nennenswerten Effekt" verzichten solle.

Konkret hat Leutner dabei offenbar die von der Großen Koalition vorgesehene Verlängerung des Betrachtungszeitraums von vier auf sechs Jahre im Auge, die mietpreisdämpfende Wirkung erzielen soll. Nach einer Analyse von F+B läge der Effekt bei 0,3% bis 0,9%. Ebenfalls steht, wie mehrfach berichtet, eine Reform der gesamten Mietspiegelerhebung an.

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