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Projekte | 19.11.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin kriegt 2.500 neue Wohnungen

Quelle: Groth Gruppe
Rund 40% der Fläche werden bebaut, der Rest bleibt grün.

Quelle: Groth Gruppe

900 Mio. Euro wird die Berliner Groth Gruppe in den Bau von 2.500 Wohnungen im Südwesten der deutschen Hauptstadt stecken. Ergänzt wird das geplante Quartier Neulichterfelde um drei Kindergärten, eine Grundschule mit Sporthalle und Sportplatz, eine Jugendeinrichtung und einen Stadtplatz. Gebaut wird auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz der Amerikaner im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Rund 97 ha misst das sogenannte „Parks Range" zwischen Anhalter Bahn und Osdorfer Straße. Rund 36 ha des Areals, also ungefähr 40%, werden bebaut, während 57 ha des Geländes als „Grüne Mitte" erhalten bleiben. Entstehen sollen 540 Sozialwohnungen, das entspricht 25% des Geschosswohnungsbestandes, etwa 1.540 Miet- und Eigentumswohnungen sowie etwa 420 Reihenhäuser. Die Sozialwohnungen werden von Berlins größter landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft, der Degewo, errichtet.

Fünf Jahre alter Masterplan

Grundlage für die Quartiersentwicklung ist der Masterplan von Casanova + Hernandez Architects aus Rotterdam, die vor fünf Jahren ein städtebauliches Verfahrens für das Quartier gewannen. In den nachfolgenden Vertiefungsworkshops haben sich die Büros KSV Krüger Schubert Vandreike Planung und Kommunikation, Christoph Kohl Architekten und Hemprich Tophof Gesellschaft von Architekten durchgesetzt.

Versprochen wird den zukünftigen Bewohnern ein Zukunftsquartier für urbanes Leben im 21. Jahrhundert. Mit von der Partie sind darum sogenannte Innovationspartner. Die Toyota Kreditbank soll die Mobilität im Quartier organisieren. Die Autobank will den konventionellen Autoverkehr in Neulichterfelde reduzieren, aber nicht verbieten, und die Bewohner zum Umstieg auf Busse, Bahnen, sowie "nichtmotorisierte, elektromotorisierte sowie wasserstoffbetriebene Alternativen bewegen". Hilfreich dabei: Neulichterfelde liegt direkt an der S-Bahnstation Lichterfelde Süd, 25 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Klimaneutrales Mikrostadtwerk

Der Öko-Energieversorger Naturstrom hat sich ein klimaneutrales Mikrostadtwerk auf die Fahnen geschrieben. Dabei kommen u.a. biogasgetriebene und von Solarthermie unterstützte Blockheizkraftwerke zum Einsatz. Hightlight sei die Errichtung eines brennstofffreien Wärmepumpenquartiers. Der Partner Goldnetz ist für das Miteinander statt Nebeneinander zuständig und will die später einmal 6.000 Bewohner miteinander vernetzten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verantwortet die Grüne Mitte mit ihren 28 Pferden und der Artenvielfalt, die sich seit dem Abzug der Amerikaner auf dem Gelände entwickelt hat.

Vor acht Jahren gekauft

2012 hat Firmenpatriarch Klaus Groth Groth das Grundstück von der österreichischen CA Immo erworben. Seitdem wird, mit mal mehr und mal weniger Gegenwind aus der Bevölkerung, das derzeitige Biotop geplant. Sollte das Baurecht rechtzeitig eintrudeln und der städtebauliche Vertrag unterschriftsreif sein, will Groth 2021 anfangen zu bauen und 2025 bis 2026 mit dem Quartier Neulichterfelde fertig sein.

Transaktion: Berlin, Osdorfer Straße

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