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Märkte | 15.11.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    bulwiengesa, HPBA
  • Personen:
    Andreas Schulten, John Amram
  • Immobilienart:
    Wohnen, Infrastruktur, Gewerbe allgemein

Zweite Off-Market-Studie erschienen

Das Investoreninteresse an Käufen außerhalb großer, strukturierter Bieterverfahren ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das haben bulwiengesa und der auf Off-market-Prozesse spezialisierte Investmentmakler HPBA herausgefunden.

71% der Befragten haben demnach an Bieterverfahren teilgenommen, 98% gaben hingegen an, sich zumindest teilweise in Off-market-Transaktionen zu engagieren. Die Teilnahmequote in den nichtöffentlichen Prozessen ist also höher. Knapp 85% sind bereit, den Vorteil einer größeren Exklusivität und höherer Wahrscheinlichkeit, zu einem Abschluss zu kommen, mit Kaufpreisaufschlägen von ca. 5% zu honorieren. Im Vorjahr hatte die Quote acht Prozentpunkte niedriger gelegen. Über 43% waren sogar bereit, bis zu 7,5% höhere Preise zu zahlen.

Das Volumen der 2018 off-market verkauften Gewerbeimmobilien beziffert bulwiengesa auf 18 Mrd. Euro. Um diese Summe übersteige der Transaktionsumsatz die Statistiken, die von Maklern und Analysten über den Markt publiziert würden. Bei Mehrfamilienhäusern, Quartiersentwicklungen und sonstigen Immobilien (einschließlich Infrastrukturobjekten wie Kraftwerken und Bahnhöfen) setzen die Analysten weitere ca. 18 Mrd. Euro an. "Allerdings ist diese Zahl schwerer zu bestimmen, weil hier vieles komplett unter dem Radar läuft", sagt Andreas Schulten von bulwiengesa. In Summe seien also Wohn- und Gewerbeimmobilien in Wert von mindestens 40 Mrd. Euro mehr gehandelt worden, als die Maklerstatistiken ausweisen. Es könnten sogar bis zu 70 Mrd. Euro mehr sein, heißt es in der Studie, genaueres sei dazu nicht zu ermitteln. "Es laufen eben viele Transaktionen, von denen überhaupt niemand etwas weiß", räumt HPBA-Chef John Amram ein.

Preise besser, Transparenz schlechter

Die Zufriedenheit mit dem Kaufpreis, den die Investoren bei Off-market-Transaktionen bezahlten, liegt mit 77% bei Off-Market-Transaktionen etwas über der Zufriedenheit am Ende von Bieterverfahren (60%). Dafür ist die Zufriedenheit mit der Transparenz des Verfahrens gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damals war noch eine knappe Mehrheit zufrieden mit der Informationslage, diesmal sind es noch 46%.

Für die Studie wurden die Antworten von insgesamt 74 Anlegern aus dem gesamten Investmentspektrum (Fonds, Family Offices, Developer, Immobilien-AGs) ausgewertet.

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