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Unternehmen | 11.11.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Erstes Exporo-Projekt von Insolvenz betroffen

Quelle: Exporo
Zum finanzierten Portfolio gehören Immobilien in der Fußgängerzone von Marburg.

Quelle: Exporo

Auch der Marktführer im Immobiliencrowdinvesting, Exporo, hat mit der Insolvenz einer finanzierten Projektgesellschaft zu kämpfen. Im Feuer stehen rund 1,7 Mio. Euro, die 877 Kleinanleger über Exporo in ein Immobilienportfolio einer hessischen Universitätsstadt investiert haben. Für eine zweite Projektgesellschaft soll in den kommenden Tagen nach Informationen der Immobilien Zeitung ebenfalls Insolvenz beantragt werden.

Am vergangenen Freitag ereilte Exporo ein Schicksal, das bislang ausschließlich andere deutsche Crowdplattformen traf: Eine Projektgesellschaft, für die Exporo bei Anlegern Geld eingesammelt hat, hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Vorstand der Deutschen Mikroapartment AG (Dema), Hubert Bonn, habe Exporo noch am gleichen Tag darüber informiert, teilt der Schwarmfinanzierer mit.

Von der Insolvenzanmeldung betroffen ist das Immobilienprojekt Portfolio Marburg, für das über Exporo im August 2018 bei 877 Privatanlegern 1,68 Mio. Euro eingesammelt wurde. Das Portfolio besteht aus 37 Wohn- und neun Gewerbeeinheiten verteilt auf sechs Bestandsimmobilien in Marburg und Cölbe im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Vermittelt wurde das Kapital im Wege der Forderungsabtretung. Die Gläubiger sind mit einer nachrangigen Gesamtgrundschuld vollständig besichert. Ihre Kapitaleinlage wird mit 5,5% p.a. verzinst. Die Rückzahlung des Darlehens sollte spätestens zum 30. Januar 2020 erfolgen. Aufgrund des Insolvenzantrags geht Exporo davon aus, dass das Darlehen nicht fristgerecht zurückgezahlt wird.

Ob die Anleger ihr Geld wiedersehen werden, darüber sei zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbare Auskunft möglich. "Exporo befindet sich zurzeit in intensivem Austausch mit der Elbtreuhand Service GmbH als Sicherheitentreuhänder, um die bestmögliche Vertretung der Interessen der Anleger zu ermöglichen", teilt die Plattform auf Nachfrage mit.

Dema-Vorstand Bonn wollte gegenüber der Immobilien Zeitung nicht über die Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung für die Exporo-Anleger mutmaßen. Allerdings kündigte er an, für eine weitere Gesellschaft, die über Exporo Kapital eingesammelt hat, Insolvenzantrag zu stellen. Davon betroffen wäre das Projekt Portfolio Marburg II mit 69 Wohn- und vier Gewerbeeinheiten in drei Bestandsgebäuden. Hierfür überließen die Anleger insgesamt 2,18 Mio. Euro für einen Zins von 5% p.a. Die Rückzahlung sollte spätestens Ende 2020 erfolgen.

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