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Märkte | 06.11.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    Haus & Grund, Stadt München, Sozialreferat München, Verwaltungsgerichtshof Bayern, Haus- und Grundbesitzerverein München
  • Personen:
    Rudolf Stürzer
  • Immobilienart:
    Wohnen

München veröffentlicht genaue Daten des Mietspiegels

Das Münchner Sozialreferat hat Datensätze aus der Erstellung des Mietspiegels für München aus dem Jahr 2017 veröffentlicht. Damit setzt das Referat schneller als erwartet ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs um.

Im Mai hatte das Gericht entschieden, dass die Stadt einen Teil der Daten, aus denen sie den offiziellen Mietspiegel errechnet, veröffentlichen muss. Geklagt hatte der Münchner Haus- und Grundbesitzerverein. Seit Jahren liegt der Verband mit der Stadt München bei der Erstellung des Mietspiegels im Clinch. Haus und Grund München wirft der Stadt vor, dass in die Berechnung zu viele günstige Wohnungen oder sogar öffentlich geförderte Wohnungen einfließen. Damit sei der Mietspiegel zum Nachteil der Vermieter niedrig gerechnet worden. Die Stadt weist die Anschuldigungen zurück.

Die Stadt musste nun die anonymisierten Daten von mehr als 30.000 Wohnungen veröffentlichen, die sie als nicht relevant für den Mietspiegel eingestuft hatte. Der Verband will anhand der Daten nun prüfen, warum etwa 90% der Münchner Wohnungen bei der Ermittlung der Durchschnittsmiete nicht berücksichtigt wurden.

Mieten ab 2,88 Euro/qm

Außerdem veröffentlichte die Stadt eine Auflistung der Nettokaltmiete pro Quadratmeter der 3.154 mietspiegelrelevanten Wohnungen sowie der Stadtbezirke, in denen sich die Wohnungen befinden. Ein erster Blick auf die Daten verrät etwa, dass die Spanne der gemeldeten Mieten zwischen 2,88 Euro/qm in der Schweren-Reiter-Straße und 27,90 Euro/qm in der Nähe des Münchner Tierparks liegt.

Die Daten sind online auf www.mietspiegel-muenchen.de sowie auf dem Open-Data-Portal der Landeshauptstadt München zu finden.

Der Haus und Grund München prüft die Daten. Der Vorsitzende des Vereins, Rudolf Stürzer, bezweifelt allerdings schon jetzt, dass die Stadt mit der Veröffentlichung im Internet sowie die vorgelegte Aufbereitung der Daten dem Urteil entspricht. Genaueres, etwa zur Gewichtung der einzelnen Stadtteile, könne man aber erst nach der Analyse der Daten sagen, so Stürzer gegenüber der Immobilien Zeitung.

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