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Vermischtes | 05.11.2019

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:

LKA geht nach Leipziger Attacke ersten Hinweisen nach

Quelle: pixabay, Urheber: Christian Reselski
Leipzig ist zurzeit Schauplatz von Angriffen auf die Immobilienbranche.

Quelle: pixabay, Urheber: Christian Reselski

Das Landeskriminalamt in Sachsen hat nach einem Überfall auf eine Prokuristin des Leipziger Projektentwicklers Wassermühle Immobilien erste Hinweise auf die Täter. Vieles deutet auf einen linksextremistischen Anschlag hin, denn es existiert ein Bekennerschreiben im Internet. Dennoch ermitteln die Beamten in alle Richtungen.

Die Täter waren nach Angaben des Opfers Claudia P. vermummt. Sie hätten ihr in ihrer Wohnung mit der Faust so schwer ins Gesicht geschlagen, dass sie noch vor Ort medizinisch behandelt werden musste. „Wir haben erste Hinweise von Zeugen erhalten, denen wir nun intensiv nachgehen“, sagte der Sprecher des Landeskriminalamts Sachsen, Tom Bernhardt. Auf der Internetseite indymedia.org existiert darüber hinaus bereits ein Bekennerschreiben.

Luxuswohnungen sind der Stein des Anstoßes

Die mutmaßlichen Täter stören sich an dem Bau von Luxus-Eigentumswohnungen in der Wolfgang-Heinze-Straße 36 im Leipziger Stadtteil Connewitz. Das dort von Wassermühle Immobilien geplante Bauvorhaben mit dem Namen Südcarrée sei ein „Angriff auf einen linken Stadtteil“. Dafür sei die Projektentwicklerin mitverantwortlich.

Auch gegen diejenigen, die dieses Statement im Netz veröffentlicht haben, ermittele die Behörde, sagt der Sprecher. „Allerdings ist das nicht so einfach“, gibt er zu. Denn auf der Netzseite, die als Sprachrohr linker Gruppen gilt, könne schließlich jeder etwas einstellen.

Der Geschäftsführer von Wassermühle Immobilien, Bruno Gerber, spricht von einer „unbekannten Dimension“ der Gewalt in Leipzig: „Wir sind schockiert über den feigen Überfall auf unsere Mitarbeiterin.“ Dennoch stehe man bei aller Ablehnung der Gewalt „weiterhin für einen offenen Diskurs auch bei unterschiedlichen Ansichten zu unseren Projekten“.

Bisher waren Baustellen das Ziel von Angriffen

In Leipzig hat es in den vergangenen Wochen mehrere Anschläge auf Baustellen gegeben. So brannte es Anfang Oktober auf einer Baustelle des Projektentwicklers Christoph Gröner in der Prager Straße. Ende des Monats zogen mehrere Demonstranten verschiedener Anwohnerorganisationen und linker Initiativen durch die Straßen des Statdtteils Connewitz.

Kriminalamtssprecher Bernhardt gibt indirekt zu, dass nach dem Anschlag und den Sachbeschädigungen kein verstärkter Personen- oder Objektschutz vorgesehen sei - noch: „Möglicherweise kann es in Zukunft aber solche Maßnahmen geben.“

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