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Märkte | 21.10.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Rheinland-Pfalz sieht Erfolge bei Dämpfung der Wohnpreise

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Der Mainzer Zollhafen hatte 2018 wesentlichen Anteil daran, dass die Landeshauptstadt bei den Wohnungsfertigstellungen in Rheinland-Pfalz führte.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Mit Mietpreisbremse, Sozialquote und Förderung will das Land Rheinland-Pfalz den Wohnungsmangel vor allem in den Städten der Rheinschiene und an der Grenze zu Luxemburg bekämpfen. Bauministerin Doris Ahnen sieht erste Signale für den Erfolg dieser Strategie.

Die Mieten und die Kaufpreise für Wohnungen in den großen rheinland-pfälzischen Städten steigen zwar weiter, aber Landesfinanzministerin Doris Ahnen (SPD), die auch für das Bauressort zuständig ist, sieht Zeichen einer leichten Entspannung. "Denn das Wohnungsangebot ist stärker gestiegen als die Bevölkerung", sagte die Ministerin bei der Präsentation der Wohnungsmarktbeobachtung 2019, die das Statistische Landesamt und die landeseigene Investitions- und Strukturbank (ISB) heute in Mainz präsentierten.

Demnach wurden im Jahr 2018 im Bundesland 14.362 Baugenehmigungen erteilt, 881 mehr als im Jahr zuvor, und 13.414 Baufertigstellungen gemeldet, 2.521 mehr als im Jahr 2017. Marcel Hürter, Präsident des Statistischen Landesamts, gab allerdings zu bedenken, dass das laufende Jahr mit 9.892 Baugenehmigungen um 6,1% hinter dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs zurückbleibe und bis zum Jahresende wohl auch nicht mehr gleichziehen werde.

Wirkt die Mietpreisbremse?

Ein leichtes Abbremsen der Mietzuwächse in Mainz, Trier und Landau kann nach Ahnens Ansicht "in aller Vorsicht als Indikation für die Wirksamkeit der dort seit 2016 geltenden Mietpreisbremse" interpretiert werden. Als weiteres wichtiges Instrument bewertet die Ministerin Kooperationsvereinbarungen, die das Land mit diesen drei Städten sowie mit Speyer und vor wenigen Tagen auch mit Ludwigshafen abgeschlossen hat. Die Vereinbarungen sehen neben Landesmitteln für den Wohnungsbau eine Verpflichtung von Bauherren größerer Projekte vor, 25% geförderte Wohnungen zu verwirklichen. Den Wohnungsbau im Umland der Städte will die Landesregierung dadurch beleben, dass sie Regeln gelockert hat, die den Landkreisen bisher die Gründung von Wohnungsbaugesellschaften erschwert haben.

Die ISB hat im laufenden Jahr bislang 171,7 Mio. Euro für die Wohnbauförderung im Bundesland zugesagt, was 1.956 Wohneinheiten entspricht. Weitere rund 1.000 Anträge sind derzeit in der Bearbeitung. ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer sieht bei der Eigentumsförderung eine gewisse Sättigung der Nachfrage als erreicht an. Für den Mietwohnungsbau erreichten derzeit jedoch extrem viele Anträge die Bank.

Viel Neubau und hohe Preise in Mainz

Im Jahr 2018 wurden in Mainz 1.300 Wohnungen fertiggestellt und im Landkreis Mainz-Bingen 1.500. Beides sind die Spitzenwerte unter den kreisfreien Städten bzw. den Landkreisen im Bundesland. In Mainz sind die Neuvertragsmieten für Wohnungen zum Ende des ersten Halbjahrs 2019 auf durchschnittlich 11,45 Euro/qm gestiegen. Das war ein Zuwachs um 2,7% gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs, während die Steigerung im Durchschnitt aller kreisfreien Städte 3,6% ausmachte. Die nächstgrößere Stadt Koblenz erreichte 8,33 Euro/qm (+3,7%) und die drittgrößte Stadt Trier 9,41 Euro/qm (+4,3%).

Der landesweit stärkste Mietanstieg war in Ludwigshafen mit einem Plus von 7,8% auf 8,86 Euro/qm zu verzeichnen. Unter den Flächenlandkreisen hat Mainz-Bingen mit 8,54 Euro/qm das höchste Mietniveau. Eigentumswohnungen kosteten in Mainz zur Jahresmitte 2019 durchschnittlich 3.649 Euro/qm und damit 4,7% mehr als zum gleichen Datum des Vorjahrs. Es folgen Trier mit 3.525 Euro/qm (+6,3%) und Landau mit 3.234 Euro/qm (+25,4%).

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