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Unternehmen | 17.10.2019

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Behörden verbieten Nutzung weiterer Altro-Mondo-Wohnungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach unterstützt die Aktion gegen Missstände beim Vermieter Altro Mondo.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Die Stadt Duisburg hat weitere Nutzungsuntersagungen für Wohnimmobilien des Unternehmens Altro Mondo ausgesprochen. Dabei handelt es sich um sechs Häuser in der Wetzlarer Straße im Duisburger Stadtteil Meiderich.

Die Bewohner mussten wegen gravierender baulicher Mängel ihr Zuhause verlassen. „Massive Probleme im Bereich des Brandschutzes machten diese Maßnahme unabwendbar“, heißt es bei der Stadt. Anlass für einen Ortstermin war allerdings, dass Mieter die Bauordnung der Stadt darüber informiert hatten, dass wegen nicht bezahlter Rechnungen seitens des Vermieters der Allgemeinstrom in den Immobilien abgestellt worden war. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Brandschutz- und baulichen Mängel „nahezu flächendeckend“ in den Objekten vorhanden waren.

Altro Mondo hat in Duisburg insgesamt 49 Häuser mit 736 Wohneinheiten. Für unbewohnbar wurden mittlerweile erklärt: die Wetzlarer Straße 31, 33, 35, 37, 39 und 41. Im Juli wurde bereits ein weiteres Objekt in der Albert-Einstein-Straße 21 im Duisburger Stadtteil Neumühl, das von dem Unternehmen aus Ronnenberg bei Hannover verwaltet wird, für unbewohnbar erklärt.

Konzertierte Aktion von zehn NRW-Kommunen in Sachen Altro Mondo

Am 17. September fand in zehn nordrhein-westfälischen Städten eine Aktion zur Aufdeckung von Missständen in den Immobilien des Unternehmens statt. Daran beteiligten sich Castrop-Rauxel, Dortmund, Dorsten, Duisburg, Hagen, Herne, Lemgo, Kamen, Oerlinghausen und Wuppertal. Die Aktion wurde durch das nordrhein-westfälische Bauministerium initiiert. Das Ministerium teilte mit: „Nahezu in allen Städten gibt es vergleichbare Herausforderungen in von Altro Mondo verwalteten und im Besitz der Deutschen Grundbesitz AG (Degag) befindlichen Wohnungen: Defekte Aufzugsanlagen, defekte Heizungsanlagen/fehlende Warmwasserversorgung, Schimmelbefall und Abfallproblematik/Vermüllung.“ Wegen nicht bezahlter Versorgungsrechnungen drohten den Mieterinnen und Mietern in diesen Objekten zudem Wasser- und Wärmesperren.

Ministerin Ina Scharrenbach (CDU): „All das passiert auf dem Rücken von Mieterinnen und Mietern. Kurzum: Das ist kein Wohlverhalten eines Unternehmens und solche Unternehmen belasten massiv das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter und schädigen das Gesamtbild der Wohnungswirtschaft. Das wollen wir in Nordrhein-Westfalen nicht.“

Das Ergebnis der Aktion lautete: In Dortmund wurden in zwei großen Objekten mit zusammen 230 Einheiten Mängel festgestellt. In Hagen wurden in 13 Immobilien Brandschutzmängel, defekte Aufzüge, fehlende Beleuchtung und Schimmel festgestellt.

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