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Projekte | 17.10.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Gießener Brauerei wird zum Büroquartier

Quelle: Imaxx Projektentwicklungsgesellschaft, Urheber: Tahsin Erdem
Noch ist die Planung sehr grob, aber in etwa so könnte sich die Neuentwicklung des Gießener Brauereigeländes in die Landschaft einfügen.

Quelle: Imaxx Projektentwicklungsgesellschaft, Urheber: Tahsin Erdem

Die Gesellschaft Braumaxx plant eine groß angelegte Gebietsentwicklung im Norden von Gießen. Das knapp 6 ha große Büro- und Forschungsquartier soll sowohl die örtliche Nachfrage bedienen als auch Unternehmen aus Frankfurt in die mittelhessische Universitätsstadt locken.

Die Pläne für das ehemalige Gelände der Gießener Brauerei hat die Projektgesellschaft Braumaxx jetzt öffentlich vorgestellt. Braumaxx ist eine Gesellschaft, an der die Imaxx Projektentwicklungsgesellschaft und das Wettenberger Familienunternehmen SDL Immobilien jeweils zur Hälfte beteiligt sind. Braumaxx-Geschäftsführer Jochen Ahl bezifferte das Bauvolumen im Gespräch mit der Immobilien Zeitung auf 60.000 bis 100.000 qm BGF und die voraussichtliche Gesamtinvestition auf 150 Mio. bis 250 Mio. Euro. "Wegen der recht frühen Planungsphase können derzeit noch keine konkreteren Zahlen genannt werden", sagte Ahl.

Büros mit unterstützender Infrastuktur

Auf dem knapp 6 ha großen Gelände an Marburger Straße und Teichweg im Stadtteil Wieseck, das Braumaxx im vergangenen Jahr zu großen Teilen erworben hat, sind Büros, Forschungseinrichtungen, allenfalls kleinere Lagerhallen und etwas Wohnbeimischung in Form eines Mischgebiets vorgesehen. Ein Hotel, ein Boardinghaus, ein Nahversorger und Gastronomieflächen sollen das Gebiet komplettieren. Mehrere Tiefgaragen sind geplant. Bis Anfang 2015 hatte das Gelände die Produktion der Gießener Brauerei beherbergt. Für die Neuentwicklung werden die Bestandsgebäude komplett abgerissen.

Derzeit gibt es noch keine Details zu Gebäudekubaturen, Ahl geht aber von 1.500 bis 2.000 Arbeitsplätzen aus, wenn das Gelände komplett bebaut ist. Fest steht lediglich, dass es anstelle des Brauereiturms ein Hochhaus geben soll, sodass im Groben die heutige Erscheinung im Landschaftsbild erhalten bleibt. "Der Turm ist für viele Menschen in der Region ein emotionales Thema. Das wollen wir im Dialog mit der Bevölkerung bearbeiten", erläuterte Ahl.

Für Mitte des Jahres 2021 peilen die Entwickler einen Aufstellungsbeschluss für den nötigen Bebauungsplan an. Abrissarbeiten sollen frühestens dann anlaufen, wenn der Bebauungsplanentwurf in die Offenlage geht. Teil des Verfahrens wird ein Planungswettbewerb in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sein. Schließlich liegt das Gelände an der wichtigsten Einfahrt zum Gießener Stadtgebiet aus Richtung Norden. Für Braumaxx ist es im weiteren Verklauf der Entwicklung auch denkbar, Teile des Geländes an andere Projektentwickler zu veräußern.

Erste Ankermieter sind schon da

Obwohl es bis zur Verwirklichung noch etwas dauern wird, hat Braumaxx bereits potenzielle Nutzer im Blick. Bei der Präsentation der Entwürfe sprach Ahl von einem großen Bürobedarf bei bereits in Gießen ansässigen öffentlichen Einrichtungen, Versicherungen und Krankenversicherungen. Zielgruppe sind aber ausdrücklich auch Nutzer, die vom hohen Mietniveau sowie der Knappheit an qualifizierten Mitarbeitern und damit hohen Personalkosten aus Frankfurt ins erweiterte Umland getrieben werden. Zwei bis drei Ankermieter aus dem Rhein-Main-Gebiet seien bereits vorhanden. Am Ende soll ein Großteil der Entwicklung an Endinvestoren veräußert werden. Das Braumaxx für einen kleinen Teil zum Bestandshalter wird, will Ahl allerdings nicht ausschließen.

Transaktion: Gießen, Teichweg 22

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