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Märkte | 15.10.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    Stadt München
  • Immobilienart:
    Wohnen, Laden-/Geschäftsflächen, Hotel & Gastronomie, Büro

Wieder weniger Verkaufszahlen in München

Auf dem Münchner Immobilienmarkt sinken die Verkäufe weiter. Eine Entwarnung bei den Preisen gab der Gutachterausschuss allerdings nicht. Vor allem bei Wohnimmobilien wurden aufgrund der hohen Nachfrage weitere Preissteigerungen festgestellt.

Der Gutachterausschuss der Stadt meldet, dass im ersten Halbjahr 2019 die Anzahl der Kaufverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut um 7% zurückgegangen ist. Erstmals seit 2010 stieg auch der Geldumsatz nicht an, sondern lag um 14% unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Zahl der verkauften Baugrundstücke für den mehrgeschossigen Wohnungsbau brach in den ersten sechs Monaten um fast 30% ein. Auch der Geldumsatz fiel um 15%. Grund dafür war offenbar, dass wenige, dafür aber große Grundstücke verkauft wurden. Der Flächenumsatz lag leicht über dem des Vorjahreszeitraums. Allerdings sind diese Zahlen wegen der langen Planungs- und Baugenehmigungszeiten sehr begrenzt aussagekräftig.

Grundstücke für Büro- und Geschäftshäuser

Bei den gewerblichen Baugrundstücken für Büro- und Geschäftshäuser sowie Hotels stellte der Ausschuss ebenfalls eine stark rückläufige Entwicklung fest. Hier sanken die Zahl der Transaktionen um 36% und der Geldumsatz um 73%. Bemerkbar macht sich der Kauf des Tengelmann-Areals durch Axa an der Landesberger Straße im Münchner Westen. Das Areal wechselte im vergangenen Jahr für über 140 Mio. Euro den Besitzer.

Bei den bebauten Grundstücken geht vor allem der Boom im privaten Bereich weiter. In den ersten sechs Monaten 2019 wurden 9% mehr Kaufverträge für Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser sowie kleine Eigentumswohnanlagen abgeschlossen. Der Geldumsatz legte dabei sogar um 15% zu.

Die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen sank um 8%. Insgesamt wurden 4.460 Eigentumswohnungen und Teileigentumsobjekte verkauft. Darunter waren etwa 1.200 Neubauten. Bei den Preisen beobachtet der Gutachterausschuss keine Beruhigung. Sowohl die Preise für Neubauten in durchschnittlichen Lagen liegen im Durchschnitt bei 8.200 Euro/qm Wohnfläche.

Geschäftshäuser zum 67-Fachen

Bei mehrgeschossigen Mietwohnhäusern macht sich dagegen das fehlende Angebot bemerkbar. Die Zahl der Transaktionen sank um 6%. Die Preissteigerungen machen sich in diesem Bereich mit einem Plus von 2% beim Geldumsatz bemerkbar. Der Liegenschaftszins als Maß der zu erzielenden Rendite ist bei diesen Häusern im Schnitt auf 1,8% gefallen. Durchschnittlich wurde für die verkauften Häuser im ersten Halbjahr das 41-Fache der Nettojahresmiete bezahlt. Die Spanne lag bei den zwölf registrierten Objekten zwischen dem 31-Fachen und dem 67-Fachen.

Bei Gewerbeimmobilien wie Büros, Geschäftshäuser und Hotels wurde ebenfalls fast ein Viertel weniger verkauft als im Vorjahreshalbjahr. Der Geldumsatz sank trotz einiger Großtransaktionen um 33%.

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