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Politik | 14.10.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland, Bundesministerium der Finanzen
  • Immobilienart:
    Wohnen

Gesetzentwurf mit Details zur Sanierungs-AfA steht

Quelle: <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>, Urheber: w.r.wagner
Höhere Steueranreize für energetische Sanierungen, weniger Rauch aus Kaminen. Das ist die Hoffnung der Bundesregierung.

Quelle: pixelio.de, Urheber: w.r.wagner

Die Bundesregierung geht zügig an die Umsetzung ihres Klimaschutzprogramms. Aus dem Bundesfinanzministerium kommt ein Referentenentwurf mit steuerrechtlichen Maßnahmen, unter anderem zur Sonderabschreibung für energetische Gebäudesanierung. Adressaten sind Eigentümer, die ihre Immobilien selbst bewohnen.

Kaum hatte das Bundeskabinett Mitte vergangener Woche sein Klimaschutzgesetz und das damit verbundene Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen, ging aus dem Bundesfinanzministerium ein Referentenentwurf an die Verbände. Darin enthalten sind die steuerrechtlichen Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, die Klimaziele fürs Jahr 2030 zu erreichen.

Steuerersparnis limitiert auf 20.000 Euro

Schon zuvor hatte die Bundesregierung skizziert, was sie mit Blick auf die energetische Gebäudesanierung plant: Nämlich dass sie Selbstnutzern ab dem kommenden Jahr ermöglichen will, 20% der Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen, verteilt über drei Jahre, abzusetzen.

Das Bundesfinanzministerium sieht in seinem Referentenentwurf vom 10. Oktober nun Folgendes vor: Die Sonder-AfA soll als § 35c "Steuerermäßigung für energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden" in das Einkommensteuergesetz eingefügt werden. Demnach sollen Selbstnutzer in den ersten beiden Jahren jeweils 7% der Aufwendungen geltend machen können, im dritten Jahr 6%. Unterm Strich ist die Steuerersparnis auf 20.000 Euro limitiert.

Als förderfähig werden einzelne Maßnahmen und deren Kombination definiert, sofern sie an Gebäuden vorgenommen werden, deren Bau mindestens zehn Jahre vor Durchführung der Sanierung begonnen wurde. Das Finanzministerium geht davon aus, dass sich die Steuerausfälle in den vier Jahren zwischen 2021 und 2024 auf insgesamt 675 Mio. Euro summieren werden. Den Anteil der Bundesländer beziffert es auf 308 Mio. Euro.

Gesetzentwurf soll "zeitnah" ins Kabinett

Die Verbände konnten bis zum vergangenen Freitag Stellung nehmen. Der Entwurf sei nun in der Ressortabstimmung und solle "zeitnah" im Kabinett beraten werden, sagte heute ein Sprecher des Finanzministeriums. Ob über den Entwurf womöglich schon am Mittwoch abgestimmt werde, mochte er nicht sagen.

Stolperstein könnten am Ende die Bundesländer sein, die Steuerausfälle befürchten und daher in der mehr als acht Jahre währenden Diskussion um eine Abschreibung bislang alle Anläufe der Regierungsseite zu Fall gebracht hatten.

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