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Märkte | 10.10.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Den Investmentrekord schafft Frankfurt nicht noch einmal

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Die Welle war der bislang größte Frankfurter Deal des Jahres 2019.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Zwar haben Investoren in den ersten drei Quartalen 2019 deutlich weniger Geld in Frankfurter Immobilien fließen lassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs, eine zurückgehende Attraktivität des Standorts und seiner Objekte lässt sich daraus aber beileibe nicht ablesen.

Zu dieser weitgehend übereinstimmenden Bewertung kommen die Maklerhäuser Savills und BNPPRE für den Frankfurter Immobilieninvestmentmarkt. Savills summiert die Zeitspanne von Januar bis September auf knapp 3,5 Mrd. Euro Umsatz, BNPPRE auf etwas mehr als 4,1 Mrd. Euro. Beides liegt rund 40% unter dem jeweiligen Wert für den Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Immobilienberater betonen aber, dass 2018 wegen mehrerer spektakulärer Großabschlüsse nur sehr begrenzt als Vergleichsbasis dienen könne.

Große Angebote sind rar

José Martínez, Geschäftsführer von BNPPRE und Frankfurter Niederlassungsleiter, betont, dass der zehnjährige Durchschnitt für die ersten drei Quartale um 31% übertroffen und das drittbeste Umsatzvolumen der letzten zehn Jahre erreicht wurde. "Das Investoreninteresse, gerade an großvolumigen Investments in der Bankenmetropole, ist weiterhin sehr hoch, was sich auch an bereits sieben getätigten Einzeltransaktionen im dreistelligen Millionenbereich ablesen lässt", sagt Martínez.

Jürgen Schmid, Director und bei Savills verantwortlich für das Investmentgeschäft in Frankfurt, sieht den jetzigen Rückgang zum Teil als zwingende Folge der Marktentwicklung. „In den vergangenen Jahren sind die meisten Bürotürme bereits verkauft worden - oftmals an langfristige Bestandshalter. Daher gibt es dieses Jahr auf der Angebotsseite weniger großvolumige Produkte", erklärt er. Die bislang bedeutendsten Verkäufe im Jahr 2019 betrafen die Frankfurter Welle, die Taunusanlage 8 sowie das MAC am Flughafen. Eingerechnete Paketverkäufe tragen laut BNPPRE knapp 19% zum Ergebnis bei.

Savills sieht die Spitzenrendite für Büroimmobilien bei 2,8% und damit zehn Basispunkte niedriger als im zweiten Quartal. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser gab ebenfalls leicht auf 2,7% nach. BNPPRE gibt 2,9% Spitzenrendite für Büros an, fünf Basispunkte weniger als im Vorquartal, und 3,1% für innerstädtische Geschäftshäuser in bester Lage.

Bedeutende Abschlüsse sind in Vorbereitung

Für das Schlussquartal sieht Jan Stadelmann, Director und Head of Frankfurt Office bei Savills, ähnlich wie bei den Vermietungen, einige größere Objektverkäufe in der Pipeline, sodass bis zum Jahresende wohl 5 Mrd. Euro Umsatz überschritten würden. Martínez erwartet, dass die Verkäufe für dreistellige Millionenbeträge ihren Anteil von bislang rund der Hälfte des Markts spürbar ausbauen werden. Er hält sogar einen Jahresumsatz von 6 Mrd. Euro für realistisch. "Aufgrund des begrenzten Angebots wird der ausgeprägte Investorenwettbewerb erhalten bleiben, sodass auch weiter leicht sinkende Renditen nicht ausgeschlossen werden können", sagt der BNPPRE-Geschäftsführer. Stadelmann beobachtet wegen des Produktmangels bei immer mehr Investoren Offenheit für Value-add-Produkte. Auch diese seien aber hart umkämpft mit Preisen von mehr als 4.000 Euro/qm.

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