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Märkte | 10.10.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

empirica: Berlins Mieten sinken, Zyklusende naht

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Christine Rose
Ist das Ende der Fahnenstange in Sachen Mietsteigerung erreicht? In Berlin könnte dem so sein, meint empirca, auch im Neubau.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Christine Rose

In Berlin sind die Angebotsmieten im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit seinen Allzeithochmieten um 4% gesunken. Das meldet empirica. Weil auch zuvor schon in der Bundeshauptstadt sinkende oder stagnierende Mieten zu verzeichnen waren, hält es empirica-Vorstand Reiner Braun für "sehr wahrscheinlich, dass das kein Ausreißer, sondern eine Trendwende ist". Für andere Städte wie München erwartet er "zumindest eine Stagnation" der Mieten.

Laut empirica-Auswertung sind in Berlin sowohl die inserierten Mieten für Bestand (alle Baujahrgänge) als auch für Neubau (letzte zehn Baujahrgänge) um knapp 4% gesunken. Im Bestand ging es demnach um 0,36 Euro/qm auf 9,55 Euro/qm nach unten, im Neubau um 0,45 Euro/qm auf 11,87 Euro/qm. Das Minus führen die Marktforscher nicht auf politische Regulierungen zurück, sondern darauf, dass in der Bundeshauptstadt immer mehr Wohnungen fertiggestellt werden, dass der Zuzug nachlässt und zugleich bislang dort Lebende ins Umland ausweichen.

"Der Markt beruhigt sich auf hohem Niveau"

In der Bundeshauptstadt waren 2017 knapp 15.700 Wohneinheiten fertiggestellt worden, im Jahr zuvor knapp 13.700. empirica zufolge müssten jährlich vorerst 25.000 Wohnungen dazukommen. "Der Markt beruhigt sich derzeit auf hohem Niveau", sagt Braun. Angesichts der Bauvorhaben in der Pipeline sei jedoch zu erwarten, dass die Preise stärker zurückgehen. Das prognostiziert sein Vorstandskollege Harald Simons schon seit längereme. Simons geht von Preisrückgängen von bis zu 30% für Städte wie Berlin, Hamburg und München aus.

In München ist die inserierte Neubaumiete binnen Jahresfrist um 0,21 Euro/qm auf 17,50 Euro/qm im dritten Quartal gesunken, die Bestandsmiete um 0,22 Euro/qm auf 16,28 Euro/qm gestiegen. Doch auch im Bestand ist die Aufwärtsdynamik der vergangenen Jahre gedämpft - im Jahr zuvor ging es laut empirica noch um einen glatten Euro nach oben.

Ausweichen ins Umland pusht Eigenheimpreise

Anderes berichten die Marktforscher für Eigentum. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen seien bundesweit erneut gestiegen, heißt es. "Zentral gelegene Immobilien können sich die meisten Durchschnitts- und Gutverdiener folglich kaum noch leisten", so das Fazit. Was daraus folge, sei ein Ausweichen ins Umland. Und dass - von niedrigerem Niveau aus kommend - die Eigenheimpreise "erheblich" stärker steigen als für Eigentumswohnungen.

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