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Politik | 10.10.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland

Teilung der Maklerprovision ist beschlossene Sache

Quelle: Fotolia.com, Urheber: fizkes
Immobilie verkauft, die Courtage wird künftig geteilt.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: fizkes

Das Bundeskabinett hat wie erwartet die Reform der Maklerprovision beim Immobilienkauf sowie die Verlängerung der Mietpreisbremse beschlossen. Künftig wird die Courtage zwischen Eigentümer und Käufer geteilt.

Die Große Koalition in Berlin hat kein echtes Bestellerprinzip beim Verkauf von Wohnraum festgeschrieben. Die Courtage wird in der Regel wohl geteilt werden.

"Obwohl die Initiative zur Einschaltung eines Maklers häufig nur vom Verkäufer einer Immobilie ausgeht, hat der Käufer zumeist keine ernsthafte Möglichkeit, sich gegen eine Übernahme der anteiligen oder sogar der vollständigen Maklerprovision zu wehren", heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums. "Wer sich weigert, verschlechtert oft seine Aussichten auf den Erwerb des dringend benötigten Wohnraums ganz erheblich. In dieser Situation sollen Käufer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses zukünftig besser geschützt werden."

Die Reform sehe deshalb vor, dass der Käufer in diesen Situationen nicht mehr verpflichtet werden kann, mehr als die hälftige Zahlung der Maklerprovision zu übernehmen. "Eine Vereinbarung zur Abwälzung der Maklerprovision ist daher zukünftig nur wirksam, wenn die Partei, die den Makler beauftragt hat, zur Zahlung der Provision mindestens in gleicher Höhe verpflichtet bleibt", heißt es. Die andere Partei soll ihren Anteil auch erst dann zahlen müssen, wenn der Auftraggeber seiner Zahlungspflicht nachgekommen ist.

Gleiche Provision bei Doppelbeauftragung

Sofern der Makler von beiden Parteien einen Auftrag erhält und deshalb sowohl die Interessen des Verkäufers als auch des Käufers wahrnimmt, soll er nach dem Gesetzentwurf zukünftig mit beiden Parteien eine Provision nur in gleicher Höhe vereinbaren können. Beide Parteien tragen dann jeweils die Hälfte der gesamten Provision: "Vereinbarungen über unterschiedliche Provisionshöhen können nicht wirksam geschlossen werden."

Beschlossen wurde auch die Verlängerung der Mietpreisbremse auf fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2025. Zudem kann zu viel gezahlte Miete künftig rückwirkend ab Beginn des Mietverhältnisses bis zu 30 Monate zurückgefordert werden. Zurzeit gilt dies erst ab dem Zeitpunkt einer Rüge.

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