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Veranstaltungen | 09.10.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Institut für Weltwirtschaft
  • Personen:
    Andreas Mattner, Jürgen Michael Schick, Claudia Boymanns, Klaus Dittrich, Hans Reichhart, Gabriel Felbermayr
  • Immobilienart:
    Wohnen

Die Branche lässt sich die Feierlaune nicht verderben

Quelle: Immobilien Zeitung
Volle Hallen waren bei der Expo Real auch in diesem Jahr wieder garantiert.

Quelle: Immobilien Zeitung

Auf der Expo Real hielt die gute Stimmung bei den Immobilienunternehmen trotz aufziehender Rezession an. Für Diskussionen sorgten allenfalls die Regulierungsideen aus der Politik. Hier ist sich die Branche einig: Es reicht!

Wie erwartet ist die diesjährige Immobilienmesse Expo Real mit einem starken Ergebnis zu Ende gegangen. Insgesamt zählte die Messeleitung fast 4% mehr Besucher als im Vorjahr. Mehr als 46.700 Teilnehmer aus 76 Ländern fanden den Weg in die Messehallen. Dabei ist allerdings die Zahl der Fachbesucher im Vergleich zum Vorjahr mit etwas über 22.000 konstant geblieben. Die höhere Teilnehmerzahl erklärt sich aus dem Zuwachs bei den Unternehmensvertretern. Hier machte sich bemerkbar, dass die Zahl der Aussteller um 95 auf 2.190 angewachsen ist.

Messe-Geschäftsführer Klaus Dittrich äußerte sich zufrieden: „Die Expo Real war 2019 größer und internationaler denn je". Für ihn spiegelt die starke Beteiligung auch die positive Erwartung der Immobilienwirtschaft für dieses Jahr wider.

Noch ist die schwieriger werdende konjunkturelle Lage für viele Messeteilnehmer offenbar kein großes Thema. "Wir sind in einer Rezession, aber es ist keine, vor der wir uns sehr fürchten müssen", beschwichtigte auch Professor Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft. Vielmehr könne die Immobilienwirtschaft von der Unsicherheit profitieren, wenn die Menschen weiter Immobilien als sichere Anlage kaufen. Inwieweit die Gefahren, die von der wirtschaftlichen Abkühlung über den Brexit, bis hin zum immer noch drohenden Handelskrieg zwischen China und den USA und vielleicht auch zwischen den USA und Europa reichen, die Immobilienwirtschaft beeinträchtigen, darüber gab es in den Diskussionen durchaus unterschiedliche Ansichten.

"Wir brauchen einen Baufrieden"

Dagegen war das Thema Wohnen in diesem Jahr auf der Expo Real beinahe allgegenwärtig. Vor allem die von den meisten Messeteilnehmern als völlig überzogen empfundenen Regulierungen in allen Bereichen wurden immer wieder thematisiert. Auf den Punkt brachte es ZIA-Präsident Andreas Matter bei der Abendveranstaltung des Immobilienverbandes am Dienstag: "Wir brauchen einen Baufrieden. Es ist genug reguliert. Lassen Sie uns lieber investieren", rief er den anwesenden und nicht-anwesenden Politikern zu. Zumindest der bayerische Bauminister Hans Reichhart (CSU) hatte dafür ein offenes Ohr. "Wir wollen keine Regelungen wie in Berlin", versprach er zumindest der Branche in Bayern. Er will lieber, dass der Bund weitere steuerliche Anreize, etwa beim umweltverträglichen Bauen schafft. Dennoch forderte auch Reichhart von der Branche Zurückhaltung bei den Mieten. Es könne nicht immer um Gewinnmaximierung gehen. Die Unternehmen müssten sich auch ihrer sozialen Verantwortung bewusst sein.

IVD-Präsident Jürgen Michael Schick appellierte an die Politik, keine weiteren Änderungen im Mietrecht mehr vorzunehmen. "Die Investoren brauchen Planungssicherheit und nicht alle vier Wochen weitere Verschärfungen", erklärte Schick.

Als Erfolg verbucht die Messe die neue Halle A3, in der innovative Unternehmen und neue technische Lösungen gebündelt wurden. Hier präsentierten sich mehr als 60 Start-ups und weitere junge Technologieunternehmen dem Publikum. "Wir gehen davon aus, dass diese Innovations-Plattform auch in den kommenden Jahren ein großer Anziehungspunkt der Expo Real sein wird", resümiert Projektleiterin Claudia Boymanns.

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