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Projekte | 03.10.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Procom entwickelt 350-Mio.-Euro-Bau auf der Nikolai-Insel

Quelle: Procom Invest
Die Neubebauung der Nikolai-Insel: rechts der zehngeschossige Neubau, links die Immobilie nach dem Vorbild des klassizistischen Haller-Baus, in der Originalfassadenteile integriert werden sollen.

Quelle: Procom Invest

Das Berliner Büro Bruno Fioretti Marquez hat den Architekturwettbewerb für die Neubebauung der Nikolai-Insel in der Hamburger Altstadt gewonnen. Am früheren Standort der Commerzbank entstehen zwei Neubauten mit Büro- und Wohnflächen, von denen einer Fassadenelemente des Bestandsgebäudes von 1874 aufnimmt.

Nach einem zweistufigen Architekturwettbewerb für den früheren Commerzbank-Standort Am Neß in der Hamburger Altstadt entschied sich die Jury unter der Leitung der isländischen Architektin Jórunn Ragnarsdóttir und unter Beteiligung von Oberbaudirektor Franz-Josef Höing für den Entwurf des Berliner Büros Bruno Fioretti Marquez.

Teile der 1874er Fassade bleiben stehen

Auf der Nikolai-Insel direkt am Nikolaifleet entwickelt Procom Invest das 5.900 qm große Areal des früheren Standorts der Commerzbank. Die Bestandsgebäude, ein 13-geschossiges, denkmalgeschütztes Hochhaus von 1964 sowie ein vom Hamburger Rathausarchitekten Martin Haller entworfenes, 1874 fertiggestelltes und seitdem vielfach verändertes, nicht denkmalgeschütztes Bürogebäude, werden zwei Neubauten weichen. Das Hochhaus an der Domstraße wird durch ein zehngeschossiges Gebäude mit einer zweifarbigen Backsteinfassade ersetzt. Eine Arkade erlaubt, den Backsteinbau direkt an die Fleetkante zu bauen.

Vom Haller-Bau sollen einige, laut Pressemeldung, „städtebaulich charmante Fassadenelemente nicht abgebrochen“, sondern mit dem Neubau verbunden und erweitert werden. Sicherlich eine Geste im Rahmen der zuvor erbitterten Debatte um den Erhalt des Hochhauses aus den 1960er Jahren. Da Fassadenteile stehen bleiben sollen, wird der Bau der Tiefgarage darunter eine ingenieurtechnische Herausforderung, die zudem Mehrkosten in Planung und Bau im deutlich zweistelligen Millionenbereich nach sich zieht.

150 Wohnungen, Büros und Gastronomie am Fleet

Auf etwa 30% der rund 40.000 qm BGF werden 150 Wohnungen im Hamburger Drittelmix entstehen, worunter in Hamburg ein Anteil von 30% Sozialwohnungen und dazu frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen verstanden wird. Der größere Teil des Neubauensembles wird dem Büromarkt zur Verfügung stehen. Zudem soll im Erdgeschoss sowie in südlicher Terrassenlage am Nikolaifleet Gastronomie sowie Einzelhandel angesiedelt werden.

Procom beziffert das Investitionsvolumen auf 350 Mio. Euro. Mit dem Abriss soll 2020 begonnen werden. Da es eine einstimmige Jury-Entscheidung gab, hoffen die Projektentwickler wohl auf eine reibungslose Baurechtschaffung.

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