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Projekte | 23.09.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Das größte hannoversche City-Projekt des nächsten Jahrzehnts

Quelle: Baum Gruppe, Urheber Astoc
Ein kleiner Platz an der Brüderstraße mit Einzelhandel und Gastronomie soll ein Quartierszentrum werden.

Quelle: Baum Gruppe, Urheber Astoc

Für knapp 200 Mio. Euro entsteht das Stadtquartier Goseriede auf dem Areal des bisherigen Postscheckamts in der hannoverschen Innenstadt unweit des Hauptbahnhofs. Nun stellten die Entwickler Baum und Meravis mit Stadtbaurat Uwe Bodemann das Projekt vor.

„Das wird das größte Innenstadtprojekt der 2020er Jahre“, erklärt der hannoversche Stadtbaurat Uwe Bodemann im Gespräch mit der Immobilien Zeitung. Gemeint ist das Stadtquartier Goseriede - so der Arbeitstitel. Auf dem knapp 1,9 ha großen Grundstück des Postscheckamtes in der hannoverschen Innenstadt planen der Projektentwickler Baum sowie das Wohnungsunternehmen Meravis das Quartier zu entwickeln. Am vergangenen Donnerstag stellten das Entwickler-Joint-Venture, das Planungsbüro Astoc sowie der hannoversche Stadtbaurat Uwe Bodemann die städtebaulichen Überlegungen im Rahmen einer ersten Informationsveranstaltung vor.

Quartier wird als Urbanes Gebiet entwickelt

Der 1973 mit 45.000 qm BGF entstandene, elfgeschossige Waschbetonkomplex soll einem gemischt genutzten Quartier mit 54.000 qm oberirdischer BGF weichen. Meravis und Baum, die sich Anfang 2018 gegen drei Dutzend anderer Bieter durchsetzen konnten, folgen dem noch während des Verkaufsverfahrens gefassten Aufstellungsbeschluss für das Urbane Gebiet, je zur Hälfte gewerbliche und Wohnflächen vorzugeben. 30% der 250 bis 300 Wohnungen sind für öffentlich gefördertes Wohnen reserviert. Zudem wird es frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen geben.

Wegeachsen in der Verlängerung der Herren- und Odeonstraße sollen das Quartier, das aus vier Baufeldern bestehen wird, bis zur Celler Straße öffnen. An einem kleinen Platz an der Brüderstraße sind Gastronomie und Einzelhandel in den Erdgeschossen vorgesehen. „Städtebauliche Akzente setzen zwei Hochpunkte“, verweist Bodemann auf ein Hochhaus im Westen Richtung Klagesmarkt und eines an der Herschelstraße an der Bahntrasse.

Zwei Hochhäuser

Das etwa 40 m hohe Gebäude im Westen orientiert sich am DGB-Hochhaus, dem Verwaltungsgebäude des städtischen Immobilienunternehmens Hanova sowie am historischen Anzeigerhochhaus. Hier soll gewohnt werden. Das etwa 65 m hohe Haus an der Herschelstraße, Ecke Celler Straße wird Büroflächen aufnehmen. Sollte es ein Hotel geben, würde es in der Nachbarschaft an der Herschelstraße unterkommen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Das Postscheckamt von 1973 wird voraussichtlich 2022 abgerissen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Ralf Traupe, Geschäftsführer bei Meravis, erwartet Investitionen von knapp 200 Mio. Euro. Davon entfallen etwa 150 Mio. Euro auf Planungs- und Baukosten. Nach Marktinformationen hatte das Joint Venture einen Preis von 35 Mio. Euro für das Grundstück mit der Postbank vereinbart. Hinzu kommen etwa die Kosten für den Abriss der Betonburg.

Mitte der 2020er fertig

Einen Teil der entstehenden Wohnungen plant Meravis in den Bestand zu nehmen. „Die 30% öffentlich geförderte Wohnungen passen gut zu Meravis.“ Doch hier sind noch keine abschließenden Entscheidungen getroffen. Zunächst einmal wird es einen Architekturwettbewerb geben und ein städtebaulicher Vertrag muss erarbeitet werden.

Der Mietvertrag mit der Postbank läuft bis zum Juli 2021, wobei es die Option gibt, zweimal drei Monate zu verlängern. „2022 wird voraussichtlich abgerissen“, so der Stadtbaurat. „Wenn es gut läuft, wird im gleichen Jahr mit den Bauarbeiten begonnen, spätestens 2023.“ Mitte des nächsten Jahrzehnts könne das Quartier fertiggestellt sein.

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